Wirbelstürme werden Schlussquartal verhageln
BASF zunehmend optimistisch

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF blickt trotz gestiegener Rohstoffpreise und sturmbedingter Produktionsstopps zunehmend optimistisch in die Zukunft. Die Hurrikans in den USA verhageln aber das Ergebnis des laufenden vierten Quartals.

HB LUDWIGSHAFEN. Dank des hohen Ölpreises und der starken Nachfrage nach Kunststoffen haben die Ludwigshafener den Gewinn in den drei Sommermonaten deutlich gesteigert und sind für das Gesamtjahr optimistischer geworden. „Das gute Ergebnis des vierten Quartals des Vorjahres wird die BASF im vierten Quartal 2005 voraussichtlich nicht erreichen können“, sagte jedoch Vorstandschef Jürgen Hambrecht am Mittwoch in Ludwigshafen. Produktionsausfälle durch die Wirbelstürme in den USA führten voraussichtlich zu einer Ergebnisbelastung von 120 Mill. €. Zudem habe BASF im Vorjahr einen Ertrag von 80 Mill. € aus einem Derivate-Geschäft erzielt, der sich in diesem Jahr nicht wiederholen lasse. Im Schlussquartal 2004 hatte BASF operativ und vor Sondereinflüssen 1,6 Mrd. € verdient.

Nach dem Gewinnsprung im dritten Quartal wird der für 2005 erwartete Zuwachs von Umsatz und Ebit vor Sondereinflüssen nach Einschätzung des Vorstands deutlich ausfallen. Bisher hatte BASF nur ein Ergebnis vor Sondereinflüssen in Aussicht gestellt, das über Vorjahr liegen werde. „Die Nachfrage nach unseren Produkten liegt unverändert auf hohem Niveau“, erklärte BASF. Doch drückten die nochmals gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten auf die Margen.

Zwischen Juli und September stieg der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen um 13 % auf 1,33 Mrd. € und traf damit die Analystenschätzungen. Der Konzernumsatz kletterte um elf Prozent auf 10,36 Mrd. €. Der Nettogewinn erhöhte sich auch dank eines Sonderertrags von 200 Mill. € aus dem Verkauf des Kunststoff-Joint-Ventures Basell auf 808 (2004: 366) Mill. €. Schon die US-Rivalen von BASF, DuPont und Dow Chemical, hatten starke Quartalszahlen vorgelegt.

BASF ist weiter auf der Suche nach Zukäufen. Gerüchte, BASF sei am britischen Industriegasekonzern BOC interessiert, hätten aber keine Grundlage, sagte Hambrecht und ließ die Aktien von BOC in London um 1,6 % sinken, die lange von Spekulationen auf eine Übernahme profitiert hatten.

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