Wirtschaftskrise
Auch Kanada gibt GM und Chrysler Milliarden

Nach den Milliarden-Notkrediten der US-Regierung für General Motors (GM) und Chrysler hat auch die kanadische Regierung umfangreiche Hilfen für die Autoindustrie angekündigt. Die Unternehmen sollen bezahlbare Kredite bekommen, die allerdings an verschiedene Kriterien geknüpft sind.

HB TORONTO. Nach den USA greift auch Kanada den mit Milliardenhilfen unter die Arme. Premierminister Stephen Harper und der Regierungschef der Provinz Ontario, Dalton McGuinty, kündigten am Samstag ein Hilfspaket für die kanadischen Niederlassungen der angeschlagenen Autobauern General Motors (GM) und Chrysler in Höhe von 3,3 Milliarden US-Dollar (2,37 Milliarden Euro) für an. Es handelt sich um rückzahlbare Kredite. Die USA hatten den Autobauern zuvor bereits 13,4 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

2,7 Milliarden Dollar stellt die Bundesregierung in Ottawa zur Verfügung, weitere 1,3 Milliarden die Regierung von Ontario, wo viele Produktionsstätten angesiedelt sind. Es handele sich nicht um einen Blankoscheck für die Industrie, betonte Harper. Zu den Bedingungen gehört, dass die Hersteller garantieren müssen, weiterhin Fahrzeuge in Kanada zu produzieren. Außerdem müssen sie Strukturreformen durchführen, um sich an die Marktbedingungen anzupassen.

GM erhält einen Kredit von 2,5 Milliarden Dollar, wie Harper und McGuinty mitteilten. Chrysler bekommt demnach 824 Millionen Dollar. Zusammen entspreche dies dem kanadischen Anteil von 20 Prozent an der Auto-Produktion in Nordamerika. Das kanadische Hilfspaket beinhaltet außerdem Hilfen für Zulieferbetriebe und ein Kreditprogramm für Autokäufer. Es sei ein "bedauerlicher, aber notweniger Schritt" zum Schutz der kanadischen Wirtschaft, sagte Harper. Mit den Hilfen wolle man einen "katastrophalen" Zusammenbruch der Autoindustrie verhindern. Außergewöhnliche Umstände erforderten außergewöhnliche Maßnahmen. Ford benötigt nach eigenen Angaben keine sofortige Hilfe.

Die Kreditsumme wird einem Bericht der Onlineausgabe der "Globe and Mail" zufolge in drei Teilbeträgen ausgezahlt. Die erste Zahlung solle bereits am 29. Dezember erfolgen. Der Umfang der Hilfen orientiere sich an den von der US-Regierung zugesagten Notkrediten und sei proportional zur Produktion von GM und Chrysler in Kanada.

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