Wirtschaftskrise
Thyssen-Krupp vereinbart Kurzarbeit bis Mitte 2010

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp führt in einem weiteren Unternehmensteil Kurzarbeit ein. Nach den Sparten Stahl und Edelstahl trifft es nun die Beschäftigten des Dienstleistungsbereichs.

DÜSSELDORF. Mit dem Gesamtbetriebsrat der Sparte sei eine Vereinbarung für die Einführung von Kurzarbeit in Deutschland geschlossen worden, sagte ein Sprecher von Thyssen-Krupp Services in Düsseldorf dem Handelsblatt. Betroffen sind mehrere Tausend Mitarbeiter, wobei der genaue Umfang nicht feststeht.

Der Geschäftsarm will den gesetzlich möglichen Rahmen von 18 Monate voll ausschöpfen. Den Beschäftigten soll demnach bis Mitte 2010 Kurzarbeit verordnet werden.

Die konkrete Umsetzung der Maßnahmen soll nun mit den Betriebsräten der einzelnen Teile der Dienstleistungssparte verhandelt werden, wie der Sprecher sagte. Bislang stehe nicht fest, welche Standorte betroffen seien und wie viele Mitarbeiter kurz arbeiten müssten. In Deutschland arbeiten 21 000 Menschen für das Geschäftsfeld, das Dienstleistungen für die Industrie erbringt und als Rohstoffhändler auftritt.

Der Konzernsprecher betonte, dass mit der Kurzarbeit ein Stellenabbau in der Sparte Services vermieden werden soll. Die Führung will offenbar neue Unruhe in der Belegschaft vermeiden. Vorstandschef Ekkehard Schulz hatte mit seiner Drohung, der Konzern halte sich betriebsbedingte Kündigungen offen, heftige Kritik vom Betriebsrat geerntet. Sie befüchten einen Kulturwandel bei Deutschlands größten Stahlkonzern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%