Wirtschaftskrise
Toshiba sucht neues Kapital

Die Krise hat auch den japanischen Elektronikriesen Toshiba in die Zange genommen. Rund 3,9 Milliarden Euro (500 Milliarden Yen) frisches Kapital will sich der Konzern besorgen, um sich gegen die Krise zu wappnen.

HB TOKIO. Dadurch wolle der unter den Folgen der Wirtschaftskrise leidende Konzern seine Finanzausstattung und seine Wettbewerbsfähigkeit in den Hauptgeschäftsfeldern Halbleiter und Atomkraftwerke stärken, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Samstag.

Ein Sprecher von Toshiba äußerte sich nicht zu dem Bericht. Er verwies lediglich auf frühere Äußerungen von Vize-Präsident Fumio Muraoka, dass man verschiedene Schritte prüfe, um an frisches Kapital zu kommen. Im Einzelnen plant Toshiba laut "Nikkei" den Verkauf von Anleihen an Finanzinstitute in Höhe von 200 Milliarden Yen. Zudem wolle der Chip-Hersteller Aktien im Wert von 300 Milliarden Yen ausgeben. Das wäre die erste Ausgabe neuer Aktien von Toshiba seit 28 Jahren und die größte eines japanischen Unternehmens seit 2001.

Der massive Preisverfall bei Speicherchips aller Art und der Nachfragerückgang machen der gesamten Branche zu schaffen. Toshiba rechnet für das Ende März beendete Geschäftsjahr mit einem Verlust von 2,7 Milliarden Euro. Der deutsche Chip-Hersteller Qimonda musste wegen der Branchenkrise sogar Insolvenz anmelden.

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