Wirtschaftskrise
US-Stahlkocher fordern eine Billion Dollar

Die kriselnde Stahlindustrie der USA wollen, dass der künftige Präsident Barack Obama sein geplantes Förderpaket für die Wirtschaft finanziell üppig ausstattet. Die Regierung solle eine Billion Dollar für ein Infrastrukturpaket zur Verfügung stellen, fordern Branchenvertreter.

HB WASHINGTON. Das Programm zur Finanzierung öffentlicher Bauvorhaben sollte über zwei Jahre laufen und sich auf einheimische Unternehmen stützen, berichtete die "New York Times" in ihrer Freitagsausgabe. Der Chef des Stahlriesen Nucor Corp, Daniel DiMicco, sagte dem Blatt, die kommende Regierung müsse "die schlimmste Wirtschaftskrise der Gegenwart durch Stimulierungsmaßnahmen lösen, die in jeder Bestimmung eine 'Buy America'-Klausel enthalten."

Nach den vergangenen Boomjahren ist die Produktion in der US-Stahlindustrie seit September um knapp die Hälfte gesunken und liegt derzeit auf dem niedrigsten Stand seit rund 30 Jahren. Vor allem die Krisen in der Bauwirtschaft und auf dem Automobilmarkt machen der Branche zu schaffen.

Obama wird am 20. Januar als Nachfolger George W. Bushs vereidigt. Einzelheiten zu seinem Plan zur Stimulierung der Wirtschaft sind bislang nicht bekannt. Beobachter erwarten, dass der neue Präsident den Plan in Kürze vorlegen wird. Die US-Wirtschaft befindet sich in ihrer schwersten Krise seit 70 Jahren. Obamas Berater deuteten allerdings an, das vermutlich mehrere Hundert Milliarden Dollar schwere Programm werde stärker auf Investitionen in die Infrastruktur als auf Steuersenkungen ausgerichtet sein. Einer der größten Nutznießer davon dürfte die Stahlindustrie sein.

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