Wirtschaftsstudie
Märkte für Luxusgüter wachsen rasant

In Schwellenländern wächst der Markt für teure Luxusgüter rasant. Allein 25 Prozent Wachstum prognostiziert die Studie einer Unternehmensberatung für das Boomland China. Die Zeit der Bescheidenheit ist damit vorbei.
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MünchenTeure Uhren, Lederwaren, hochwertiger Schmuck - Luxusgüter werden dieses Jahr gefragt sein wie nie zuvor. Der weltweite Markt wird 2011 um acht Prozent auf 185 Milliarden Euro wachsen, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Bain hervorgeht.

Vor allem in Schwellenländern wie China, Russland oder Brasilien gönnen sich Menschen immer mehr Luxus. Damit stehen die Zeichen nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 und 2009 wieder auf Wachstum. 2010 gab es bereits ein Plus von 14 Prozent. Der Markt erreichte ein Rekordwert von 172 Milliarden Euro.

In den USA, dem größten Einzelmarkt der Welt, dürfte es dieses Jahr einen Zuwachs bei den Erlösen von acht Prozent auf 52 Milliarden Euro geben. In Europa werden es laut Bain sieben Prozent sein, in China wird mit einem Wachstum von 25 Prozent gerechnet. „Erstmals könnten die Umsätze der Region Greater China, wozu Hongkong, Macao und Taiwan zählen, das Volumen Japans übertreffen.“

Japan leidet unter den Folgen des verheerenden Erdbebens und Tsunamis im März. Hier wird 2011 mit einem Rückgang um fünf Prozent auf 17 Milliarden Euro gerechnet. Ab dem dritten Quartal sollte sich die Lage aber stabilisieren.

Die Schwellenländer werden den Luxusgüter-Konzernen auch in den nächsten Jahren in die Karten spielen. So rechnet Bain bis 2014 mit einem Marktvolumen von rund 220 Milliarden Euro. Für Russland wird beispielsweise pro Jahr mit einem Plus von fünf bis zehn Prozent gerechnet, im Nahen Osten dürften es zehn bis zwölf Prozent, in Brasilien sogar zehn bis 15 Prozent sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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