Witterungsbedingte Investitionszurückhaltung
Claas-Gruppe rechnet mit moderaterem Geschäft

Nachdem die Claas-Gruppe in den vergangenen zehn Jahren eine Umsatzsteigerung von durchschnittlich elf Prozent pro Jahr eingefahren hat, schätzt Lothar Kriszun, Geschäftsführer Vertrieb und Service, die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr 2003 moderater ein.

vwd HARSEWINKEL/BUDAPEST. Die Geschäftserwartung für 2004 wird nach der „diesjährigen Delle“ nicht wesentlich besser gesehen. Die Ergebnisentwicklung konnte aber der rasanten Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre nicht so eindeutig folgen.

Witterungsbedingt wird es in ganz Europa, so Kriszun, zu einer Investitionszurückhaltung bei den Landwirten kommen, erklärt er auf einer Pressekonferenz des Unternehmens, im Gespräch mit vwd in Budapest. Insgesamt wird für 2003 der Mähdrescherabsatz in der Bundesrepublik Deutschland auf 2 400 bis 2 600 Einheiten kalkuliert. Kriszun geht für Westeuropa von einer Kapazität von etwa 6 500 Maschinen aus. Eine rüäufige Entwicklung wird dabei in Deutschland und in Zentraleuropa gesehen, stil werden die Märkte in Frankch und Großbritannien eingeschätzt. Insbesondere in Frankreich bringt die Zusammenarbeit mit RenaultAicuursserung bei den Marktantei.

Für die westliche Landtechnik bleibt die EU-Osterweiterung der Zukunftsmarkt. In den EU-Beitrittskandidatrden Wachstumsratenn den kommenden Jahren im Schnitt von rund acht Prozent erwartet. Insbesondere sieht Kriszun einen erheblichen Nachholbedarf im Investitionsbereich, geradebeim Ackerb Dabeirekt au den ecallem auch die Produktntwicirdusätzliche Nachfrage nach leistungsfähiger Landtechnik schaffen. Etwa 25 Prozent der Weltweizenflächen liegen in Zentral- und Osteuropa, speziell in den GUS-Staaten. Hinzu kBs Unternehmen eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Jahren dynamisch aufgestellt und über 100 Vertriebspartner rekrutiert.

Dies zeige auch der Bau einer Mähdrescherproduktion im südrussischen Krasnodar, hieß es weiter. Hinzu komme, dass gerade der Import von Landmaschinen durch massive Einfuhrzölle nicht mehr wettbewerbsfähig erfolgen kann. Insofern sind valide Investitionsentscheidungen notwendig geworden. Damit bleibe das Unternehmen auch zukünftig für den „Staatshandel“ gerüstet, sagte Kriszun. Auch für die Landwirtschaft und die Agrartechnik in den „alten EU-Ländern“, bleibt Lothar Kriszun bei optimistischen Ansätzen.

Im wesentlichen bleiben die EU-Fördermittel auch nach den Luxemburger Entscheidungen in einer Höhe von über 42 Mrd. Euro pro Jahr der Landwirtschaft erhalten. Deshalb sind für die Betriebe die Investitionsrisiken bei der Landtechnik auch nach 2004 überschaubar. Landwirtschaft und Landtechnikindustrie werden in den kommenden Jahren „noch Geld verdienen“, allerdings nur mit innovativen und zukunftsweisenden Technologien, die auch Extremjahre wie 2003 und 2004 überstehen. Dabei helfen auch attraktive Finanzierungsmodelle für die Zielgruppen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 1,26 Mrd. Euro; zuzüglich der Renault-Eingliederung stieg das Volumen auf 1,8 Mrd. Euro. 91 Prozent des Umsatzes werden in der Landtechnik, neun Prozent in der Verfahrenstechnik erreicht. Beim Ergebnis wurden zuletzt 55,6 Mill. Euro erreicht.

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