WM kurbelt Umsatz an
Samsung Electronics setzt auf Fußball

Der weltgrößte Hersteller von Speicherchips und LCD-Bildschirmen, Samsung Electronics, blickt optimistisch auf 2006. Unter anderem dank einer Sondernachfrage nach Flachbildfernsehern durch Winterolympiade und Fußball-WM rechnet der koreanische Elektronikkonzern mit einem deutlichen Umsatzplus.

bas TOKIO. Damit würde der Erlös 2006 um elf Prozent auf 63,6 Billionen Won (53 Mrd. Euro) klettern. 2005 war der Umsatz leicht um 0,3 Prozent gesunken. Der Nettogewinn war wegen fallender Preise für LCD-Bildschirme und Speicherchips um fast 30 Prozent zurückgegangen.

Das gerade abgelaufene vierte Geschäftsquartal läutete bereits die Trendwende ein, denn operativer Gewinn und Nettogewinn stiegen um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Es war das erste Quartal mit einem Gewinnplus nach vier Quartalen mit Gewinnrückgängen. Unter anderem sorgten die lukrativen Beteiligungen an Auslandstöchtern für einen Nettogewinn von 2,1 Mrd. Euro. Samsung präsentiert seine Quartalsergebnisse auf nicht konsolidierter Basis.

Grund für die Trendwende waren neben den weiter guten Verkäufen von Speicherchips für MP3-Spieler, Digitalkameras und Handys vor allem die höheren Gewinne mit Flüssigkristall-Bildschirmen (LCD). Für Dram-Speicherchips, die in Computern verwendet werden, erwartet Samsung 2006 ein „mildes Überangebot“. Dagegen werde bei den Flash-Speicherchips weiter die Nachfrage das Angebot übersteigen. Trotz sinkender Preise ist die Halbleitersparte, die rund ein Drittel des Umsatzes ausmacht, die profitabelste im Samsung-Konzern mit einer operativen Umsatzrendite von 30 Prozent. Ein weiteres Drittel des Umsatzes erzielt Samsung mit Handys und anderen Telekommunikationsgeräten. 2006 erwartet der Konzern, dass die weltweite Nachfrage nach Handys um fünf bis zehn Prozent anzieht.

Insgesamt kommt Samsung für 2005 trotz der gesunkenen Gewinne immer noch auf eine Nettoumsatzrendite von 14 Prozent. Die breite Aufstellung hilft, einzelne Produkt- und Branchenzyklen besser zu meistern. Konkurrent Elpida aus Japan etwa musste seine Gewinnprognose für das Quartal von Oktober bis Dezember 2005 deutlich senken. Auch die Hersteller von Flachbildschirmen spüren sinkende Preise und Gewinnmargen. Der Hersteller von Plasmabildschirmen, Samsung SDI, meldete einen um zwei Drittel gefallenen Nettogewinn.

Für sein Geschäft mit LCD-Bildschirmen, das ein knappes Fünftel des Umsatzes ausmacht, rechnet Samsung Electronics mit einer Absatzsteigerung um 37 Prozent und einem Preisverfall um zehn bis 15 Prozent. Wegen der Sport-Großereignisse rechnet Samsung damit, dass für die gesamte Branche die Verkäufe von Bildschirmplatten für LCD-Fernseher um 61 Prozent auf 40 Millionen Stück steigen werden.

Als Negativfaktor in diesem Jahr könnte sich einmal mehr der steigende Wonkurs zum Dollar erweisen.

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