Wohl erneut schrumpfender Umsatz
Ahlers sieht 2003 04 noch keine Besserung

Die Konsumflaute schlägt sich auch in den Bilanzen des nach Hugo Boss zweitgrößten Herrenausstatters Europas nieder. Ahlers erwartet im laufenden Geschäftsjahr 2003/04 erneut einen Umsatzrückgang von drei Prozent.

HB DÜSSELDORF. Das Ergebnis des Vorjahres zu halten, werde „sehr schwer“, sagte der seit Juni vergangenen Jahres amtierende Vorstandschef Karl A. Galling am Mittwoch in Düsseldorf. Ab dem kommenden Jahr erwartet Ahlers unter anderem durch Personalabbau wieder deutliche Gewinn- und Umsatzsteigerungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 verbuchte das in Herford ansässige Textilunternehmen bei schrumpfenden Umsätzen nur durch Veränderungen in der Bilanzierung einen marginalen Gewinnanstieg. Die Aktionäre sollen dennoch eine unveränderte Dividende erhalten.

Zur Verbesserung der Ertragslage solle künftig der Anteil der Eigenproduktion auf 25 von derzeit 40 % reduziert und parallel dazu die Zahl der Mitarbeiter in Sri Lanka, Polen und der Slowakei um insgesamt 1500 reduziert werden. In Deutschland blieben die 950 Arbeitsplätze trotzdem erhalten. Ahlers hatte 2002/03 im Jahresdurchschnitt 5115 Menschen beschäftigt. Zunehmend werde Ahlers wegen der günstigeren Preise in China produzieren lassen, kündigte Galling an. Darüber hinaus sollen die defizitären Marken Jupiter und Gin Tonic durch neue Vertriebskonzepte und Ausbau des Exportes wieder profitabel werden.

Im vergangenen Jahr hatte Ahlers durch Einbußen bei diesen Marken einen Rückgang des Umsatzes auf 327,8 (Vorjahr: 350,5) Mill. € verzeichnet. Die Premiummarken, darunter Pierre Cardin und Otto Kern, erwirtschafteten mit 165,7 Mill. € die Hälfte des Konzernumsatzes und 80 % des Gewinns im gewöhnlichen Geschäft. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz betrug den Angaben zufolge 36 %. Der Gewinn nach Steuern lag im Konzern mit 13,0 (12,1) Mill. € leicht über dem Vorjahr. Grund für den Anstieg waren Veränderungen bei der Bilanzierung, wodurch Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte von 3,7 Mill. € entfielen. Die Aktionäre sollen erneut eine unveränderte Dividende von 0,82 € auf Stammaktien und 0,87 € auf die Vorzüge erhalten.

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