Wohnmobilhersteller: Hymer kämpft gegen Billiganbieter

Wohnmobilhersteller
Hymer kämpft gegen Billiganbieter

Europas größter Wohnmobil- und Wohnwagenbauer zeigt sich für die Umsatzentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2005/06 optimistisch. Im Vorjahr hat Hymer jedoch erstmals seit zehn Jahren einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen.

HB STUTTGART. Bei einem um 4,7 Prozent gestiegen Umsatz von 750 Mill. Euro sei das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2004/05 um 2,1 Mill. Euro auf 47,8 Mill. Euro gesunken, teilte Hymer am Mittwoch in Stuttgart mit. „Wir befinden uns in einer Phase enormer Investitionen für die Zukunftssicherung“, sagte Vorstand Jürgen Burkert. Die Entwicklung neuer Modelle führe zu hohen Investitionskosten in Werkzeuge, eine neue Produktionshalle am Firmensitz in Bad Waldsee in Süd-Württemberg koste 16 Mill. Euro. Als Dividende sollen unverändert 1,32 Euro je Stückaktie ausgeschüttet werden.

Hymer ist zuletzt vor allem durch preisgünstige Wohnmobile unter Druck gekommen und will mit der Tochtergesellschaft Capron nun Einsteigermodelle in Sachsen produzieren. Die Produktion startet 2007. „Mit dieser Modellpolitik möchten wir die Attacken im Niedrigpreissegment abwehren“, sagte Burkert. Kostenträchtige Maßnahmen zur Absatzförderung wollte er nicht ausschließen.

Parallel dazu will Hymer die Position im angestammten oberen Preissegment ausbauen und neue Märkte wie Russland oder Australien erschließen. Steigende Öl- und Stahlpreise erhöhten aber den Preisdruck. Auch die Diskussion um Feinstaubemissionen von Dieselfahrzeugen habe zuletzt Aufträge gekostet. „Eine Prognose bezüglich der Ertragssituation zum Geschäftsjahresende gestaltet sich schwierig“, räumte Burkert ein. In den ersten vier Monaten 2005/06 blieb der Gewinn vor Steuern trotz um 4,3 Prozent steigender Umsätze mit 12,5 Mill. Euro konstant.

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