Wohnungsgesellschaft GWG
Wuppertaler Korruptions-Prozess läuft weiter

Der Korruptionsskandal bei der Wuppertaler Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (GWG) wird die Justiz weiter beschäftigen. Nach Überprüfung der Urteile hat der Bundesgerichtshof (BGH) den Fall an das Landgericht Wuppertal zurück gegeben.

HB LEIPZIG. Die Wuppertaler Richter hätten Fehler bei der Bemessung der Strafmaße und der Berechnung der Schadenersatzansprüche gemacht, begründete der BGH seine Entscheidung Das Landgericht hatte zwei ehemalige Geschäftsführer der GWG 2004 wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu Haftstrafen von fünfeinhalb und sechs Jahren und zu Schadenersatz-Zahlungen von jeweils 1,5 Mill. Euro verurteilt.

Nach Überzeugung des Gerichts hatten sie sich bestechen lassen und zwei Bauaufträge über Altersheime im Volumen von 58 Mill. DM ohne Ausschreibung an einen mitangeklagten Bauunternehmer vergeben. Die Manager hatten die Schmiergelder und weitere Zuwendungen – Reisen zur Mailänder Skala oder Luxusuhren – an der Steuer vorbei geschleust. Die dubiosen Geschäfte hatten die GWG tief in die roten Zahlen getrieben.

Zwar bestätigte der fünfte Strafsenat des BGH das Urteil in den wesentlichen Punkten. Da er aber die Angeklagten in einem einzelnen Punkt vom Vorwurf der Untreue freisprach und in einem weiteren Punkt die Strafzumessung bemängelte, muss das Strafmaß vom Landgericht Wuppertal neu verhandelt werden. Die Bundesanwaltschaft hatte am Dienstag die Überprüfung der Urteile beantragt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%