Wolff Walsrode geht an Dow Chemical
Bayer verkauft deutsche Chemietochter in die USA

Um die rund 17 Mrd. Euro teure Übernahme des Berliner Pharmakonzerns Schering zu stemmen, hat Bayer seine Chemietochter Wolff Walsrode an den US-Chemieriesen Dow Chemical verkauft. Dieser ist begeistert über seine neue deutsche Tochter.

rtr FRANKFURT. Die Transaktion solle im ersten Halbjahr 2007 abgeschlossen werden, teilte Bayer am Montag in Leverkusen mit. Angaben zum Verkaufspreis machte der Konzern nicht. Bayer sei mit diesem "sehr zufrieden", sagte ein Unternehmenssprecher lediglich. Analysten hatten den Verkaufspreis in den vergangenen Wochen auf 400 bis 500 Mill. Euro geschätzt.

Bayer hatte im Frühjahr angekündigt, sich im Zuge der Übernahme von Schering von seinen zwei Chemietöchtern Wolff Walsrode und H.C. Starck zu trennen. H.C. Starck war bereits Ende November für 1,2 Mrd. Euro an die Finanzinvestoren Advent International und Carlyle Group gegangen.

"Ich freue mich, dass wir nach dem Verkauf von H.C. Starck jetzt auch für Wolff Walsrode einen Käufer gefunden haben, der dem Unternehmen eine vielversprechende Perspektive bietet", erklärte Bayer-Chef Werner Wenning. "Der Erlös wird wie geplant zur Finanzierung der Schering-Akquisition beitragen."

Wolff Walsrode beschäftigt rund 1 500 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 329 Mill. Euro. Das Unternehmen entwickelt und produziert aus Cellulose unter anderem Produkte wie Baustoffe, Hüllen für die Nahrungsmittelindustrie sowie Körperpflegeprodukte.

Wolff Walsrode soll ein bedeutender Bestandteil des Dow-Chemical-Geschäfts mit wasserlöslichen Polymeren werden, heißt es in der Mitteilung. Dow Chemical wolle mit dem Zukauf auf der Ertragsseite unabhängiger von zyklischen Schwankungen werden und zugleich das Wachstum vorantreiben. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

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