Wolfsburg oder Braunschweig? Die Fußballnöte des VW-Konzerns

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Katastrophenjahr in Wolfsburg
Das waren die 2016er Bestseller von VW
Platz 10: VW Touran - 164.248 verkaufte Fahrzeuge
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Den Auftakt in der Reihe der zehn Bestseller von VW macht der Kompaktvan. Ein Grund für seinen Erfolg liegt sicherlich in seinem wenig polarisierenden Design, dem großzügigem Platz, viel Komfort und der guten Sitzvariabilität. Ein echter Freund der Familie.

Quelle: VW Konzernbericht 2016

Platz 9: VW Up - 169.970 verkaufte Fahrzeuge
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Trotz gesunkener Verkaufszahlen reicht es noch für Platz neun: Der Kleinstwagen von VW überzeugt mit pfiffigen Lösungen auf engstem Raum. Agilität in der City und geringe Kosten, damit kann der Zweitürer ebenso punkten.

Platz 8: VW Bora - 236.427 Verkäufe
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Dass der Name der fünftürigen Limousine zwischen Golf- und Passat-Größe überhaupt noch geführt wird, ist der Bedeutung des chinesischen Automarktes zu verdanken, der für die Wolfsburger so unglaublich wichtig geworden ist. Und egal was man von der Formgebung in Europa hält: Chinesen lieben nun mal klassische Limousinen...

Platz 7: VW Santana - 312.177 verkaufte Fahrzeuge
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Auch die dritte Generation ist ein echter Verkaufserfolg. In Deutschland führte das damals noch sehr kantige Modell eher ein Langweiler-Schattendasein, machte aber international Karriere: 2013 wurde ein komplett neu entwickelter Santana speziell für den chinesischen Markt vorgestellt.

Platz 6: VW Lavida - 547.187 verkaufte Fahrzeuge
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Und noch eine Limousine, wobei diese untere Mittelklasse sogar in China entwickelt wurde. Den hierzulande unbekannten Lavida bietet VW seit zwei Jahren auf dem größten Wachstumsmarkt an. Mit Erfolg.

Platz 5: VW Tiguan - 548.687 verkaufte Fahrzeuge
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Vom globalen Boom der mehr oder weniger kompakten City-Geländewagen oder SUV profitiert natürlich auch der aktuell größte Autohersteller der Welt. 53 Prozent der Tiguan-Auslieferungen rollen auf den asiatisch-pazifischen Markt, gefolgt von Europa mit 31,6 Prozent.

Platz 4: VW Passat/Magotan - 711.878 verkaufte Fahrzeuge
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Platz, Qualität und High-Tech überzeugen viele Käufer. Die geräumige untere Mittelklasse ist in Deutschland vor allem als Kombi für Dienstwagen-Fuhrparks gefragt, der Rest der Welt findet die Limousine interessanter. Den Absatz des Bestsellers, den es schon seit mehr als 40 Jahren gibt, hält VW im Vergleich zum Vorjahr in etwa stabil.

Frank Witter, im Konzernvorstand für Finanzen zuständig, dürfte bei einer Relegation ebenfalls Loyalitätsprobleme bekommen. Witter saß viele Jahre im Aufsichtsrat von Eintracht Braunschweig und wohnt selber in der Stadt. Als oberster Aufseher über die Finanzen müsste er allerdings eher daran interessiert sein, dass die vom Konzern beim VfL Wolfsburg angelegten Millionen gut investiert sind. „Ein Lokalderby würde mich in die Bredouille bringen“, gesteht er ein. Am Ende würde er aber wahrscheinlich doch immer zum Kleineren und vermeintlich Schwächeren halten – und das wäre der Zweitligist aus Braunschweig.

Die sportliche Ausgangslage wäre bei einem Aufeinandertreffen beider Teams ziemlich klar: Die Eintracht würde gern wieder in der obersten deutschen Spielklasse mitmischen. Der einzige Meistertitel von 1967 ist lange vergessen, das einjährige Zwischenspiel in der Bundesliga während der Saison 2013/14 ebenfalls.

Hinter dem VfL aus Wolfsburg liegt ein Katastrophenjahr. Eigentlich ist der Verein mit der Vorgabe angetreten, ganz oben mitmischen zu wollen, vielleicht sogar in der Champions League. Doch das Gegenteil ist passiert: Die Wolfsburger spielen gegen den Abstieg und versuchen es in dieser Saison inzwischen mit dem dritten Trainer.

Das schlechte Anschneiden des VfL dürfte besonders im Konzern für eine neue Nachdenklichkeit gesorgt haben. Volkswagen hat zwar nie ganz genau gesagt, wie viele Millionen das Unternehmen für den Werksklub ausgibt. 100 Millionen Euro dürften es in den besten Jahren gewesen sein. Doch die Dieselaffäre zwingt das Unternehmen auch in der Sportförderung zu mehr Sparsamkeit, angeblich stellt Volkswagen jetzt nur noch rund 70 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Im Vergleich zu anderen Bundesliga-Mannschaften liegt der VfL damit immer noch recht weit oben. Dass die Wolfsburger auch mit diesem Etat gegen den Abstieg kämpfen, ist für den Verein eine herbe Enttäuschung.

Ein Abstieg aus der Bundesliga, dann möglicherweise auch noch in der Relegation gegen die Braunschweiger Eintracht, wäre eine echte Katastrophe. Schon wird in den sozialen Medien darüber gewitzelt, dass es eine Konzernorder geben könnte – und dass die Eintracht in der Relegation verlieren muss.

Für den gesamten Volkswagen-Konzern ist die Saison 2016/17 sowieso schon miserabel verlaufen. Nicht nur, dass der VfL Wolfsburg seine Saisonziele komplett verpasst hat. Der FC Ingolstadt steht bereits als Absteiger aus der Fußball-Bundesliga fest. Und bei den Bayern gehört – wenig überraschend – die Volkswagen-Premiumtochter Audi zu den Hauptsponsoren. Einen weiteren Absteiger aus dem VW-Konzern, das sollte es deshalb nun partout nicht geben.

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1 Kommentar zu "Wolfsburg oder Braunschweig?: Die Fußballnöte des VW-Konzerns"

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  • Keine Sorge , der Hamburger SV ist Relegationameister und es gibt in England
    schon einen festen Wettplatz für den HSV. Das Spiel geht unentschieden aus und
    dann kommt das Spiel gegen Braunschweig.

    Eine Mannschaft die 6.0 gegen die Arminia verloren hat , hat an diesen Tag Arbeitsverweigerung betrieben. Was sollen die gegen den HSV ausrichten.

    Zumal das erste Spiel gegen den HSV als Braunschweig Erstliga war , glatt für Braunschweig verloren ging. Ich war im Stadion und es war das erste Spiel, das der HSV endlich gewonnen hatte.

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