Industrie
Wulff für längere Arbeitszeiten bei VW

Nach dem Kompromiss zur Kostensenkung bei DaimlerChrysler hat der niedersächsische Ministerpräsident Wulff vergleichbare Maßnahmen beim Volkswagen-Konzern gefordert.

HB BERLIN. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat dem Volkswagen-Konzern geraten, sich an der Einigung im Tarifstreit bei DaimlerChrysler zu orientieren und ähnliche Lösungen gefordert. Der «Berliner Zeitung» sagte er, VW werde seine 175.000 Arbeitsplätze in Deutschland nicht erhalten können, wenn es beim derzeitigen Haustarif bleibe. Wulff, der auch im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt, machte unmissverständlich deutlich, dass längere Arbeitszeiten notwendig seien. Er halte es für angemessen, wenn die Beschäftigten in Deutschland wieder regelmäßig 40 Stunden in der Woche arbeiteten. Bei Daimler-Chrysler hatten sich Konzernleitung und Gesamtbetriebsrat auf ein Sparvolumen von rund 500 Millionen Euro pro Jahr verständigt. Im Gegenzug wurde durch den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen eine Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2012 vereinbart. CDU-Spitzenpolitiker Wulff warb dafür, flexibler und kreativer bei der Ausgestaltung von Tarifverträgen zu sein. Wenn man bereit sei, «mehr Arbeit zu anderen Bedingungen zu leisten, dann haben wir die Chance, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern», sagte er. «Ich würde mir wünschen, dass die Tarifparteien an dieser Stelle vorankommen.»

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