Xstrata-Abstimmung
Termin für Rohstoff-Fusion scheint beschlossen

Es ist der größte Zusammenschluss der Branche seit 2007: Der Bergbaukonzern Xstrata und der Rohstoff-Gigant Glencore wollen fusionieren. Nun gibt es einen Termin, nachdem die Fusion ins Stocken geraten war.
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LondonDer Bergbaukonzern Xstrata erwartet den ins Stocken geratenen milliardenschweren Zusammenschluss mit dem Rohstoff-Giganten Glencore bis zum Jahresende. Als neuen Termin für die Abstimmung der Aktionäre über die Fusion nannte Xstrata am Mittwoch den 7. September.

Eine ursprünglich für diesen Donnerstag geplante außerordentliche Aktionärsversammlung musste wegen Preis-Nachforderungen des Golfstaates Katar verschoben werden. Aktionäre hatten zudem die Manager-Vergütungen für das Xstrata-Geschäft kritisiert.

Mit dem neuen Herbst-Termin erhält Glencore, der bereits größter Anteileigner bei Xstrata ist, nun noch mehrere Wochen Zeit, sich mit Katar über die Konditionen für das Geschäft zu einigen. Die Prüfung der Kartellbehörden macht Xstrata zufolge Fortschritte.

Vor wenigen Tagen gaben bereits die Behörden in Australien grünes Licht für die 26 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Xstrata durch Glencore. In China und Südafrika schreite der Prozess voran. Mit der Europäischen Union gebe es "konstruktive Diskussionen". Eine Zustimmung werde in den nächsten Wochen erwartet.

Die Fusion wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007. Glencore und Xstrata versprechen sich milliardenschwere Einsparungen und einen Vorsprung, um die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern bedienen zu können.

Der Golfstaat Katar hatte Ende Juni gefordert, Glencore müsse 3,25 eigene Aktien für jeden Xstrata-Anteilschein bezahlen und nicht wie bislang geplant 2,8. Analysten erwarteten, dass Glencore die im Februar vereinbarten Konditionen aufstocken wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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