Xstrata greift nach Falconbridge
Übernahmekampf auf dem Rohstoffmarkt

Die boomenden Rohstoffmärkte bringen weiterhin Bewegung in die Unternehmenslandschaft der Branche. Der britisch-schweizerische Kupferkonzern Xstrata will den kanadischen Nickelproduzenten Falconbridge komplett übernehmen. Dieser lehnt die Offerte allerdings ab.

HB LONDON/ZÜRICH. Am Mittwoch legte Xstrata eine Übernahme-Offerte von 14,4 Mrd. Dollar für den Nickelförderer Falconbridge vor. Falconbridge hat das Übernahmeangebot des in der Schweiz ansässigen Rohstoffkonzerns, der aus dem Imperium des einstigen Rohstoffhändlers Marc Rich hervorgegangen ist, jedoch zurückgewiesen. Die Offerte entspreche nicht dem fairen Wert des Unternehmens, hieß es am Mittwoch. Das Falconbridge-Board werde den Aktionären eine formelle Antwort vorlegen.

Xstrata hält allerdings bereits 20 Prozent an Falconbridge. Damit verfügt die Gruppe über einen Vorteil gegenüber der Konkurrenzofferte des weltweiten zweitgrößten Nickelherstellers Inco, der seit einiger Zeit an seinem kanadischen Branchennachbarn interessiert ist. Mit der Übernahme würde Xstrata zum fünftgrößten diversifizierten Rohstoffkonzern der Welt werden.

Xstrata profitiert vom weltweiten Rohstoffboom und sieht im Rückgang der Rohstoffpreise in den vergangenen Tagen offenbar keine Trendwende. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 25 Prozent auf 8,95 Mrd. Dollar und der Gewinn erhöhte sich um 60 Prozent auf 1,71 Mrd. Dollar. Auch für das laufende Jahr signalisierte der Konzern optimistische Erwartungen.

Xstrata fördert Kohle, Kupfer und Zink. Daneben produziert der Konzern in Australien und Südafrika Ferrochrom und Vanadium, das für die Stahlherstellung gebraucht wird. Auch der spanische Zinkproduzent Asturiana gehört seit einigen Jahren zum Konzern.

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