Zahl der Pharmareferenten soll schrumpfen
US-Arzneimittelkonzern Abbott kürzt Stellen im deutschen Außendienst

Der amerikanische Pharmakonzern Abbott Laboratories will seinen Außendienst in Deutschland drastisch verkleinern. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll die Zahl der Vertriebsmitarbeiter um rund 120 Personen reduziert werden.

HB FRANKFURT/M.Damit würde nahezu jede zweite von derzeit noch gut 250 Positionen im Pharmavertrieb entfallen. Eine gerade erst neu formierte Außendienst-Linie für den Apothekenbereich will Abbott komplett aufgeben.

Dagegen ist die Produktion an den Standorten Ludwigshafen und Wiesbaden offenbar weniger stark von den Kostensenkungsplänen des US-Konzerns betroffen. Vom Unternehmen selbst war gestern keine Stellungnahme zu den Vorhaben zu erhalten. Der US-Konzern, der vor fünf Jahren das Pharmageschäft der BASF übernommen hatte, beschäftigt in Deutschland fast 4 000 Mitarbeiter.

Abbott-Chef Miles White hatte am Mittwoch bei Vorlage der Quartalszahlen ein Sparpaket im Umfang von 200 Mill. Dollar angekündigt. Ziel ist es, der ohnehin soliden Gewinnentwicklung zusätzlichen Schub zu verleihen. Im ersten Halbjahr 2005 steigerte Abbott den weltweiten Umsatz zwar um knapp 17 Prozent auf elf Mrd. Dollar und legte damit wesentlich stärker zu als die Branche. Die noch höher gesteckten internen Ziele wurden dabei aber offenbar verfehlt. Dies gilt auch das Deutschland-Geschäft. Um den Vertriebsaufwand zu reduzieren, will Abbott nun vor allem die Aktivitäten für Altprodukte drastisch herunterfahren.

Die geplanten Einschnitte passen zu einem generellen Trend im Pharmasektor, die Außendienst-Linien neu auszurichten. In diesem Zusammen spekuliert die Branche auch über größere Einschnitte bei Pfizer und MSD, der deutschen Tochter des US-Konzerns Merck & Co.

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