Zahlen 2006
Gesundheitssparte bei Bayer-Bilanz im Blickpunkt

Nach der milliardenschweren Übernahme von Schering sind beim Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer alle Augen auf das Arzneimittelgeschäft gerichtet. Nachdem Klarheit über den Stellenabbau herrscht, wollen Analysten vor allem wissen, ob Schering die Gesundheitssparte HealthCare deutlich nach vorne bringen wird.

HB LEVERKUSEN. Bayer-Chef Werner Wenning wird am Donnerstag die Jahresbilanz 2006 des Konzerns in Leverkusen vorstellen. Manche Experten erwarten, dass Wenning die Gelegenheit nutzt und für den Teilkonzern HealthCare die Rendite-Meßlatte erhöht. "Wir rechnen damit, dass das Bayer-Management das Ebitda-Margenziel für HealthCare anhebt", schreiben die Analysten der WestLB. Bislang peilt Bayer mit der Schering-Integration im HealthCare-Bereich bis 2009 eine operative Rendite gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 25 Prozent an. Die WestLB rechnet mit einem neuen Renditeziel von um die 27 Prozent.

Der Konzern hatte im vergangenen Jahr Schering nach einem Bieterkampf mit der Darmstädter Merck für rund 17 Milliarden Euro übernommen. Es war der größte Zukauf in der mehr als 140-jährigen Bayer-Firmengeschichte. Rund jeder zehnte der etwa 60 000 Arbeitsplätze in den zusammengefassten Gesundheitsparten soll im Zuge der Übernahme weltweit wegfallen. Dies soll dazu beitragen, das Einsparziel von 700 Millionen Euro ab 2009 zu erreichen. Für die neue Tochter Bayer Schering Pharma hatte deren Chef, Arthur Higgins, erst kürzlich einen "sehr positiven" Ausblick für dieses Jahr angekündigt.

Bayer hatte für den Gesamtkonzern für 2006 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und vor Sonderposten von rund 3,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Beim Umsatz peilt das Management rund 30 Milliarden Euro an. Anders als 2005 werden die in der Prognose noch enthaltenen Umsätze der Chemietöchter Wolff Walsrode und H.C. Starck von 1,3 Milliarden Euro künftig aber nur noch als nicht fortgeführtes Geschäft bilanziert. Beim bereinigten Ebit fallen dadurch 100 Millionen Euro weg. Von Schering erwartet Bayer für 2006 einen Umsatzbeitrag von rund drei Milliarden Euro.

Die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Analysten rechnen im Schnitt mit einem 15-prozentigen Anstieg des bereinigten Ebit auf 3,51 Milliarden Euro und mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro.

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