Zahlen
Die süßen Zeiten gehen bei Halloren weiter

Lust auf Schokolade haben die Deutschen auch in schwierigen Zeiten: Die Halloren Schokoladenfabrik in Halle hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 27 Prozent auf 38 Millionen Euro gesteigert. Da wächst auch die Lust auf Übernahmen.

HB HALLE. Der Vorsteuergewinn habe sich auf 2,36 Mio. Euro mehr als vervierfacht, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé am Donnerstag in Halle. Für das Jahr 2009 erwartet er erneut ein Umsatzwachstum: „Die ersten drei Monate waren von einer sehr guten Umsatz- und einer soliden Ergebniserwartung geprägt.“

Das Ergebnis soll 2009 konstant gehalten werden, sagte Finanzvorstand Andreas Stuhl. Die Produktionskapazität werde auf 17 000 Tonnen im Jahr erhöht und damit verdreifacht. Zum Wachstum im Jahr 2008 hätten die Fertigung hochwertiger Produkte und auch die Übernahme der Delitzscher Schokoladenfabrik im Herbst beigetragen.

„Wir wollen diesen Standort weiterentwickeln und 2009 eine neue Produktionsanlage für rund eine Million Euro errichten“, sagte Lellé. Der Schokoladen-Hersteller wolle weitere Unternehmen übernehmen, „die zur Halloren-Gruppe passen“. So laufen Verhandlungen mit zwei Firmen aus dem Inland und einer aus dem deutschsprachigen Ausland.

Die AG, die seit zwei Jahren an der Frankfurter Börse notiert ist, will erstmals eine Dividende ausschütten. Sie soll bei 0,30 Euro pro Aktie liegen. Darüber müsse noch die Hauptversammlung der Gesellschafter am 24. Juni entscheiden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich von 5,06 Mio. Euro im Jahr 2007 auf 5,23 Mio. Euro im Jahr 2008 erhöht, sagte Stuhl zum Ertrag der Gruppe mit rund 500 Mitarbeiter an drei Standorten.

Lellé verwies auf teils massive Preissteigerungen für Schokoladenprodukte im Jahr 2008 angesichts hoher Rohstoffpreise wie für Kakao. „Der Trend geht aber, auch in Zeiten der Krise, hin zum Genuss, weg vom Massenprodukt, hin zum Premiumprodukt, auch im Discountbereich“, sagte er. Halloren produziert auch in Lizenz für Mövenpick (Schweiz). Rund 180 Erzeugnisse gehören zum Angebot der nach eigenen Angaben ältesten produzierenden Schokoladenfabrik Deutschlands.

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