Zahlen für das zweite Quartal
Novartis steht zur Halbzeit blendend da

Der Pharmakonzern Novartis hat ein glänzendes zweites Quartal hingelegt. Die Analysten waren überrascht von den guten Zahlen. Fürs Gesamtjahr rechnen die Schweizer mit einem Rekordergebnis - allerdings nur, wenn die Kosten der Übernahme des deutschen Generika-Herstellers Hexal und dessen US-Tochter Eon Labs herausgerechnet würden.

HB ZÜRICH. Novartis hat den Reingewinn im zweiten Quartal 2005 um neun Prozent auf 1,65 Milliarden Dollar gesteigert und damit besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn bei 1,51 Milliarden Dollar gelegen. Der Betriebsgewinn stieg um acht Prozent auf von 1,72 auf 1,85 Milliarden Dollar.

Der Konzernumsatz wuchs um zwölf Prozent von 6,97 auf 7,8 Milliarden Dollar, wobei sich die Erlöse in der wichtigsten Division Pharma um ebenfalls zwölf Prozent von 4,56 auf 5,13 Milliarden Dollar verbesserten, teilte Novartis am Donnerstag mit. In Lokalwährungen betrug das Umsatzwachstum im Konzern wie im Pharmabereich jeweils neun Prozent.

Die Erwartungen von Analysten sind damit übertroffen worden. Sie hatten im Durchschnitt im Konzern einen Gewinn von 1,59 Milliarden Dollar und einem operatives Ergebnis von 1,81 Milliarden Dollar erwartet. Der Konzern-Umsatz war auf 7,62 Milliarden und der Pharmaumsatz auf 5,1 Milliarden Dollar geschätzt worden.

Der Konzern zeigte sich überzeugt, dass die wichtigen finanziellen Zielsetzungen für das Gesamtjahr 2005 erreicht werden könnten. Auf Konzernebene und in der Division Pharma werde Novartis voraussichtlich ein währungsbereinigtes Nettoumsatzwachstum „im hohen einstelligen Prozentbereich“ erreichen, so die eigene Prognose. Auf vergleichbarer Basis (unter Ausschluss der Übernahmen von Hexal und Eon Labs) rechne Novartis mit neuen Rekordwerten bei operativem Ergebnis und Reingewinn.

Die Konsolidierung von Hexal und Eon Labs werde den gegenwärtigen Schätzungen zufolge im Gesamtjahr das operative Ergebnis mit einem Betrag zwischen 150 und 250 Millionen Dollar belasten. Der negative Einfluss auf den Reingewinn des Konzerns dürfte den Erwartungen zufolge zwischen 250 und 350 Millionen Dollar liegen. Neben den Kosten aus der Übernahme schlage auch ein niedrigeres Nettofinanzergebnis zu Buche, das eine Folge der geringeren Nettoliquidität sei.

Wichtigste Umsatzträger im Bereich Pharma waren Diovan, Glivec, Lotrel, Femara und Zometa.

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