Zahlen fürs dritte Quartal
Adidas belastet Reebok

Nur weil Reebok eine Sparte verkauft hat, konnte der US-Sportartikel-Hersteller im dritten Quartal beim Gewinn zulegen. Der geschrumpfte Umsatz ließ sich aber nicht kaschieren. Viele Einzelhändler sind ob der Reebok-Übernahme durch Adidas verunsichert und ordern weniger.

HB CHICAGO. Der Netto-Gewinn stieg von 81,8 Millionen Dollar ein Jahr zuvor auf 117,7 Millionen Dollar oder 1,87 Dollar je Aktie, wie der weltweit drittgrößte Sportartikel-Hersteller am Montag mitteilte. Darin enthalten sind einmalige Erlöse von 49 Millionen Dollar aus dem Verkauf der Ralph-Lauren-Sparte. Der Umsatz sank von 1,16 auf 1,04 Milliarden Dollar, während Analysten im Schnitt 1,14 Milliarden Dollar erwartet hatten.

Das geplante Adidas-Geschäft habe die Ergebnisse belastet, erklärte Reebok. Kurzfristig seien einige Einzelhändler unsicher geworden, was künftige Geschäfte mit Reebok angehe. Der deutsche Konkurrent Adidas will den US-Konzern für rund 3,1 Milliarden Euro übernehmen. Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen sein. Die Zustimmung der Reebok-Aktionäre steht aber noch aus.

Reebok verwies auch darauf, dass der Einzelhandel besonders in den USA infolge der höheren Energiekosten und der Hurrikane „Katrina“ und „Rita“ massive Preissenkungen durchgesetzt habe. Dieser Trend werde wohl auch bis Jahresende anhalten.

Reebok setzte in den ersten neun Monaten dieses Jahres unverändert 2,8 Milliarden Dollar um und verdiente 198 Millionen Dollar nach 144,7 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das waren 3,17 Dollar je Aktie. Reebok geht für das vierte Quartal ohne Zusammenschluss- und anderen Sonderfaktoren von einem Gewinn von 55 bis 65 Cent je Aktie aus. Dies liege im Rahmen der gegenwärtigen Analystenprognosen.

Adidas-Aktien bauten nach den Reebok-Zahlen ihre Kursverluste auf 2,8 Prozent aus. Reebok-Titel verloren zu Handelsbeginn 0,2 Prozent auf 57,30 Dollar.

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