Zahlen fürs dritte Quartal
Adidas läuft in der Nike-Heimat zu Hochform auf

Der nach Nike weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas hat im dritten Quartal fast ein Drittel mehr verdient. Die Analysten waren überrascht.

HERZOGENAURACH. Der Überschuss im fortgeführten Geschäft - also ohne die kürzlich verkaufte Wintersportmarke Salomon - habe von Juli bis September bei 209 Millionen Euro gelegen nach 163 Mill. Euro ein Jahr zuvor, teilte der Herzogenauracher Konzern am Donnerstag mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Überschuss von nur 190 Mill. Euro gerechnet.

Das Betriebsergebnis im dritten Quartal stieg von 281 auf 315 Mill. Euro und übertraf damit die Marktprognose von 304 Mill. Euro. Der Umsatz legte von 1,76 auf 1,92 Mrd. Euro zu. Analysten hatten mit 1,89 Mrd. Euro etwas weniger vorhergesagt.

Die Umsatzprognose für 2005 erhöhte der Konzern. Adidas geht nun wegen eines starken Nordamerika-Geschäfts von einem Zuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich aus. Bisher rechnete Adidas mit einem Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Das Nettoergebnis solle um mindestens 20 Prozent steigen. Die operative Marge soll mit 11 Prozent einen weiteren Rekordwert erreichen, bekräftigte Adidas.

Nicht berücksichtigt ist in der Prognose die geplante Übernahme von Reebok. Adidas will den US-Konkurrenten für 3,1 Mrd. Euro übernehmen. Das Geschäft soll im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen werden.

Der Auftragseingang, der wichtigste Indikator für künftiges Wachstum, stieg zum Ende des dritten Quartals währungsbereinigt um 12 Prozent. Das sei die höchste Wachstumsrate seit fast drei Jahren, hieß es.

"Unsere Gruppe hat in den ersten neun Monaten eine hervorragende Performance gezeigt – sowohl hinsichtlich unserer strategischen Entscheidungen als auch hinsichtlich unserer Finanzergebnisse", sagte Vorstandschef Herbert Hainer. "Unsere wichtige Region Nordamerika ist stärker als jemals zuvor, so dass wir die Umsatz- und Gewinnerwartungen für den Konzern für das Gesamtjahr erhöht haben."

Die Rohertragsmarge - in der Branche eine wichtige Kennziffer für Effizienz - verbesserte sich in den ersten neun Monaten um 0,4 Punkte auf 48,5 Prozent. Das ist der höchste Wert für diesen Zeitraum in der Konzerngeschichte.

Zum 30. September betrugen die Nettofinanzverbindlichkeiten 586 Mill. Euro. Das waren 326 Mill. Euro weniger als vor Jahresfrist. Verantwortlich dafür sei in erster Linie die starke Gewinnentwicklung, teilte Adidas mit.

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