Zahlen fürs dritte Quartal
Airbus versetzt EADS in Hochstimmung

Die Fluggesellschaften haben bei Airbus massenhaft Maschinen geordert. Deshalb hat der Mutterkonzern EADS seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Das abgelaufene Quartal fiel allerdings gemischt aus.

HB MÜNCHEN. Der Überschuss stieg im dritten Quartal nur leicht von 207 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 209 Millionen Euro, während der Umsatz merklich um 7,7 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro zulegte. Grund für das Ungleichgewicht ist ein deutlicher Kostenanstieg. Der Neunmonatsgewinn wurde jedoch mit 1,02 Milliarden Euro fast verdoppelt gegenüber 588 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz von Januar bis September stieg um mehr als 9 Prozent auf 23,45 Milliarden Euro.

Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben von höheren Auslieferungen bei Airbus, einem starken Verteidigungsgeschäft und Kostensenkungen in der Raumfahrtsparte. Die Vorstandschefs Tom Enders und Noel Forgeard erwarten, dass Airbus bei den Flugzeugauslieferungen in diesem Jahr mit 370 Maschinen erneut vor dem Erzrivalen Boeing liegen wird. Bislang waren sie von 360 Flugzeugen ausgegangen.

In den ersten neun Monaten lieferte Airbus 271 Maschinen aus nach 224 im Vorjahr. Und die Bücher sind weiterhin gut gefüllt: In der gleichen Zeit verbuchte Airbus einen Auftragseingang von 417 Flugzeugen; im Vorjahr waren es mit 189 nicht mal die Hälfte gewesen. In Euro heißt das: Der Auftragseingang stieg von Januar bis September um 88 Prozent auf 38,8 Milliarden Euro; der Auftragsbestand lag bei 210,4 Milliarden Euro.

EADS hat wegen der guten Zahlen die Ergebnisprognose für dieses Jahr angehoben. Bei dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern, außerordentlichen Posten und Firmenwertabschreibungen (Ebit) werden nun 2,75 Milliarden Euro statt bisher mehr als 2,6 Milliarden erwartet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Im Vorjahr waren es 2,43 Milliarden Euro gewesen. Grund für die Prognoseerhöhung sei der erwartete Anstieg der Airbus-Auslieferungen. In den ersten neun Monaten steigerte EADS das Ergebnis auf dieser Basis um 41 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Der Umsatz im Gesamtjahr solle auf über 33 Milliarden Euro nach zuletzt knapp 32 Milliarden anwachsen. Auch die Prognose für den Konzerngewinn hob EADS weiter an: Je Aktie werde der Gewinn nun voraussichtlich statt 1,50 Euro 1,65 Euro erreichen nach 1,27 Euro im Vorjahr.

Seite 1:

Airbus versetzt EADS in Hochstimmung

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%