Zahlen fürs dritte Quartal
Akzo Nobel schwächelt

Der niederländische Chemie- und Pharmakonzern Akzo Nobel hat im dritten Quartal im fortgeführten Geschäft wie erwartet etwas weniger verdient als vor einem Jahr.

dpa-afx ARNHEIM. Der um Sonderposten bereinigte Überschuss sank um zwei Prozent auf 200 Mill. Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Arnheim mit. Unbereinigt fiel das Ergebnis um 66 Prozent auf 175 Mill. Euro. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 143 bis 177 Mill. Euro gerechnet.

Der Umsatz stieg von Juli bis September um sechs Prozent auf 3,3 Mrd. Euro und lag damit etwas über den Prognosen von 3,197 bis 3,234 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel vor Einmalergebnissen um sieben Prozent auf 315 Mill. Euro.

Den Ausblick für 2005 ließ das Unternehmen unverändert. So soll sich der Überschuss mit 800 Mill. Euro auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Sonderaufwendungen seien darin nach wie vor nicht berücksichtigt. Die Zwischendividende betrage für 2005 unverändert 0,30 Euro je Aktie, teilte Akzo Nobel mit.

Die Aktie reagierte nach einem schwächeren Start positiv auf die Zahlen. Während der Amsterdamer Leitindex in der ersten Handelsstunde rund 0,73 Prozent nachgab, stieg der Kurs der Akzo Nobel-Papiere um 3,1 Prozent auf 36,86 Euro. Händler verwiesen auf besser als erwartet ausgefallenen Umsatzzahlen. Zudem habe der Gewinn am oberen Ende der Erwartungen gelegen.

Der Finanzvorstand Rob Frohn zeigte sich zuversichtlich, dass sich alle Geschäftsbereiche weiter positiv entwickelten und ein höheres Umsatzwachstum generierten. Sehr positiv entwickelte sich vor allem die die kleinste Unternehmenssparte Intervet (Tiergesundheit). Hier stieg der Umsatz unterstützt durch Währungseffekte und einen kräftigen Nachfrageanstieg in Nordamerika um zehn Prozent auf 277 Mill. Euro. Das Ebit legte um 24 Prozent zu.

Der Umsatz der Sparte Organon (Healthcare) erhöhte sich bei konstantem Absatz aufgrund von Preiserhöhungen um zwei Prozent auf 590 Mill. Euro. Die höheren Forschungs- und Entwicklungskosten zehrten den leichten Umsatzanstieg jedoch mehr als auf, so dass das Ebit in diesem Bereich vor Einmalergebnissen um 17 Prozent auf 68 Mill. Euro zurückging. Außerdem belasteten außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 60 Mill. Euro zur Beilegung der Remeron-Klage das Spartenergebnis.

Der umsatzstärkste Bereich Coatings konnte vor allem durch Preissteigerungen um fünf Prozent wachsen. Ein Anstieg der Rohstoffpreise um neun Prozent habe das Ebit jedoch um sechs Prozent verschlechtert. "Während die Schwellenmärkte nach wie vor eine Erfolgsstory für Coatings darstellen, lassen die Marten in den reifen Märkten zu wünschen übrig", sagte Finanzvorstand Frohn laut Mitteilung.

In der Chemiesparte führten eine Erhöhung der Verkaufspreise (+1 Prozent), des Absatzes (+2 Prozent) und positive Währungseffekte (+1 Prozent) zu einem Umsatzanstieg von insgesamt vier Prozent auf 966 Mill. Euro. Wegen der gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise ging das Ebit vor Einmalergebnissen jedoch um 1 Prozent auf 83 Mill. Euro zurück.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%