Zahlen fürs dritte Quartal
Britische Pharmariesen legen kräftig zu

Nach jeweils kräftigen Gewinnzuwächsen im vergangenen Quartal haben die beiden britischen Pharmariesen Glaxo Smithkline (GSK) und Astra Zeneca ihre Ziele für das laufende Jahr angehoben. Doch während die Glaxo-Aktie daraufhin in London zulegte, gab das Papier von Astra Zeneca nach, da der Umsatz hinter den Erwartungen zurückblieb.

HB FRANKFURT. Europas Branchenprimus GSK verzeichnete im dritten Quartal einen Gewinnsprung von 20 % auf 21,3 Pence je Aktie, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten lediglich 19,8 Pence erwartet. Astra Zeneca, die Nummer drei in Europa, kam sogar auf einen Gewinnzuwachs von 49 % auf 76 Cent je Aktie. Analysten hatten nur mit 71 Cent je Aktie gerechnet. Mit ihren Zahlen untermauern die britischen Pharmariesen die bislang gute Geschäftsentwicklung der Branche in Europa. Auch die Schweizer Wettbewerber Novartis und Roche hatten bereits mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen. Die französische Sanofi-Aventis will im November ihre Zahlen zum dritten Jahresviertel vorlegen.

Die starke Nachfrage nach dem Top-Medikament Advair gegen Asthma und nach dem Diabetes-Präparat Avandia verhalf GSK zu einem Umsatzplus von elf Prozent auf 5,47 Mrd. Pfund. „Die Performance im Quartal verdeutlicht die Vitalität unseres Geschäfts“, resümierte Konzernchef Jean-Pierre Garnier. „GSK begegnet der Zukunft mit Zuversicht.“ Gleichzeitig kündigte der Konzern an, seine Bemühungen um die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Vogelgrippe zu verstärken und seine Produktionskapazitäten für den Fall einer Grippe-Pandemie auszuweiten.

Für das Gesamtjahr erwartet GSK nun beim Gewinn je Aktie ein Wachstum von rund 15 % zu konstanten Wechselkursen. Bislang hatte der Konzern nur ein Plus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Die GSK-Aktie war angesichts hoher Erwartungen an die Medikamentenkandidaten in den vergangenen Monaten bereits stark gestiegen. Am Donnerstagnachmittag lag das Papier 3,9 % im Plus bei 14,50 Pfund. Analysten trauen gleich mehreren Medikamentenkandidaten des Unternehmens Jahresumsätze von mehreren Mrd. Dollar zu.

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