Zahlen fürs dritte Quartal
Exxon Mobil übertrumpft sie alle

Shell und BP haben im dritten Quartal dank des hohen Ölpreises gigantische Summen verdient. Ihre Ausbeute wird aber von dem, was die Nummer eins der Branche erzielt hat, bei weitem in den Schatten gestellt.

HB NEW YORK. Im abgelaufenen Vierteljahr sei der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 75 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar oder 1,58 Dollar je Aktie geklettert, teilte Exxon am Donnerstag vor US-Börsenbeginn mit. Der Umsatz kletterte um 32 Prozent auf etwas über 100 Milliarden Dollar.

Am Mittag hatte bereits der niederländisch-britische Konkurrent Shell bekannt gegeben, seinen Gewinn um 68 Prozent auf 7,37 Milliarden Dollar gesteigert zu haben. Am Montag hatte der britische Ölkonzern BP seine Quartalszahlen vorgelegt. Der Gewinn war allerdings weitaus weniger gestiegen als bei Exxon und Shell. Er legte "lediglich" um etwa 17 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar zu.

Analysten rechnen damit, dass die fünf führenden Ölkonzerne der Welt - Exxon-Mobil, Chevron Texaco, Royal Dutch Shell, BP und Total - im dritten Quartal zusammen rund 26 Mrd. Dollar Gewinn einfahren.

Exxon Mobile trafen die Schäden durch die Wirbelstürme "Katrina" und "Rita" im Golf von Mexiko besonders hart. Die Öl- und Gasproduktion sank im Quartal um 4,7 Prozent. Das Minus konnte auch durch die zusätzliche Produktion aus neuen Ölfeldern in Westafrika nicht ausgeglichen werden.

Im abgelaufenen Quartal hatten die beiden Hurrikans die Ölanlagen vieler großer Konzerne im Golf von Mexiko schwer beschädigt und zu Produktionsausfällen geführt, was den Ölpreis noch weiter nach oben trieb. Der Preis für ein Barrel stieg im Quartal bis auf 70 Dollar. Wegen des hohen Preises kletterte der Gewinn in der Produktionssparte von 1,8 auf 5,73 Milliarden Dollar. Im Raffinerie-Geschäft stieg der Gewinn von 0,73 auf 2,13 Milliarden Dollar.

Vor Sondereinnahmen im Zusammenhang mit der Restrukturierung einer Firmen-Beteiligung in den Niederlanden in Höhe von 1,62 Milliarden Dollar verdiente Exxon 1,32 Dollar je Aktie. Hier hatten Analysten im Schnitt allerdings mit 1,39 Dollar je Aktie Gewinn gerechnet.

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