Zahlen fürs dritte Quartal
Forschung drückt GPC Biotech tiefer ins Minus

Das Biotechnologie-Unternehmen GPC Biotech hat im dritten Quartal wegen gestiegener Forschungs- und Entwicklungskosten bei sinkenden Umsätzen den Verlust deutlich ausgeweitet.

dpa-afx MARINSRIED. Der Periodenfehlbetrag stieg im dritten Quartal um 68 Prozent auf Minus 16,5 Mill. Euro, teilte die im TecDax gelistete GPC Biotech am Donnerstag mit. Der Umsatz sank im dritten Jahresviertel um 18 Prozent auf 2,1 Mill. Euro, während sich die Forschungs- und Entwicklungskosten im Quartal um 58 Prozent auf 14,8 Mill. Euro erhöhten.

Den Anstieg im dritten Quartal 2005 begründet GPC mit zulassungsrelevanten Phase III-Studien für das Krebsmedikament Satraplatin. Satraplatin ist der große Hoffnungsträger von GPC Biotech. Das Unternehmen rechnet bei dem Mittel mit einem weltweiten Umsatz von mindestens einer halben Milliarde Euro pro Jahr.

"Die Finanzergebnisse spiegeln weiterhin unsere gesteigerten Anstrengungen wider, unsere Krebsmedikamentenkandidaten, insbesondere Satraplatin, erfolgreich zu entwickeln und ihr Potenzial zu erweitern", sagte Mirko Scherer, Finanzvorstand von GPC Biotech. "Wir befinden uns nach wie vor in einer starken finanziellen Position, um unsere wichtigsten Programme voran zu treiben." Zum 30. September verfügte GPC Biotech über liquide Mittel in Höhe von 108,9 Mill. Euro (31. Dez. 2004: 131,0 Mill. Euro).

"Wir machen weiterhin gute Fortschritte mit unseren Krebsmedikamentenprogram men", sagte Unternehmenschef Bernd Seizinger bei Vorlage der Zahlen. GPC Biotech hatte am Vortag eine weitere Studie zu Satraplatin für die Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs angekündigt. Daraufhin stiegen die GPC-Biotech-Papiere in der Spitze um mehr als fünf Prozent.

GPC Biotech bestätigte den Ausblick für 2005: Wir erwarten weiterhin eine Ausweitung des Fehlbetrags bei einem geringeren Umsatz als im Vorjahr", sagte ein Unternehmenssprecher. Dies habe vor allem mit der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie für Satraplatin zu tun. Im vergangenen Geschäftsjahr wies die Gesellschaft einen Umsatz von 12,6 Mill. Euro und einen Fehlbetrag in Höhe von 39,9 Mill. Euro aus.

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