Zahlen fürs dritte Quartal
Geberit wächst auch in Deutschland

Der Schweizer Sanitärtechnikhersteller Geberit hat ein gutes drittes Quartal hinter sich - auch wegen eines wiedererstarkten Deutschlandgeschäfts.

HB ZÜRICH. In den ersten neun Monaten steigerte Geberit den Gewinn im Vorjahresvergleich um 23,7 Prozent auf 218,9 Millionen sfr (rund 140 Millionen Euro). Trotz des Verkaufs der Firma Blücher Metal Anfang 2005 erhöhte Geberit den Umsatz per Ende September um 0,1 Prozent auf 1,487 Milliarden sfr und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Organisch legte Geberit rund 4 Prozent zu. Das operative Ergebnis (Ebitda) lag mit 373,3 Millionen sfr auf Vorjahresniveau.

Im dritten Quartal beschleunigte Geberit das Umsatzwachstum auf 6,8 Prozent nach 5,4 Prozent im Vorquartal, wobei das Unternehmen für das vierte Quartal eine leichte Abschwächung erwartet. Die Geberit-Aktie schnellte im frühen Handel zeitweise um über fünf Prozent hoch.

In Deutschland, dem mit rund 34 Prozent Umsatzanteil wichtigsten Markt, konnte Geberit den negativen Trend des ersten Halbjahrs stoppen und im dritten Quartal den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12 Prozent steigern. Dennoch dürfte das Deutschlandgeschäft im Gesamtjahr laut Geberit-Chef Albert Baehny leicht rückläufig bleiben. Das Marktumfeld in Deutschland bleibe schwach. „Wir haben aber Marktanteile gewonnen“, so Baehny.

Für das Gesamtjahr erwartet der Geberit-Chef ein operatives Ergebnis auf hohem Niveau und ein solides organisches Umsatzwachstum. „Für das Gesamtjahr erwarten wir in Lokalwährungen ein positives Wachstum von leicht unter 4 Prozent“, sagte Baehny. Die Ebitda-Marge dürfte dabei laut des Geberit-Chefs im Bereich der 23,8 Prozent des Vorjahres bleiben.

Für 2006 will das Unternehmen das Wachstum weiter beschleunigen und im Rahmen der mittelfristigen Zielsetzung organisch um 4 bis 6 Prozent wachsen. Großes Wachstumspotenzial macht er dabei im asiatischen Markt aus, wo Baehny im nächsten Jahr ein Umsatzwachstum von über 25 Prozent anpeilt. Auch in der Schweiz rechnet er weiterhin mit einem sehr guten Geschäftsverlauf. Nicht richtig in Gang scheint hingegen das Amerika-Geschäft von Geberit zu kommen, wo der Umsatz nach neun Monaten 6 Prozent tiefer ausfiel als noch im Vorjahr. Das enttäuschende Ergebnis sei auf die Konkurrenz durch Tiefpreisanbieter und die schwache Nachfrage im öffentlichen Bereich zurückzuführen, sagte Baehny. Auch im kommenden Jahr erwartet er in Nordamerika kein Umsatzplus.

Analysten zeigten sich über die vorgelegten Zahlen positiv überrascht. Geberit überzeuge vor allem auf operativer Ebene, so ZKB-Analyst Martin Hüsler. Insgesamt habe die Fima steigende Materialkosten über Preiserhöhungen kompensieren können, sagte der Analyst. Kollegin Britta Simon von Sarasin sah den langfristigen Investment Case durch die vorgelegten Zahlen bestätigt. Das organische Wachstum von 10,9 Prozent im dritten Quartal sei hervorragend, so Simon.

Die Geberit-Aktien notierten gegen 13 Uhr 4,7 Prozent höher bei 933 sfr während die Schweizer Aktien im Schnitt nur 0,4 Prozent zulegten.

REUTERS

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