Zahlen fürs dritte Quartal
Kleiner Dämpfer für BMW

Eine Wandelanleihe hat BMW das dritte Quartal verhagelt. Der Gewinn sackte ab, die Analysten waren enttäuscht. Im eigentlichen Autogeschäft läuft's dagegen rund.

HB MÜNCHEN. Der Vorsteuergewinn sei um 16,9 Prozent auf 647 Millionen Euro gesunken, teilte das Münchener Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang des Vorsteuergewinns auf lediglich 739 Millionen Euro erwartet.

BMW begründete den Gewinnrückgang mit externen Faktoren wie etwa Währungseffekten, höheren Rohstoffpreisen und Lasten aus einer Wandelanleihe, die das Finanzergebnis mit 175 Millionen Euro belastete. Ohne letztere Belastung hätte der Gewinn vor Finanzergebnis und Steuern im dritten Quartal um 4,4 Prozent auf 855 Millionen Euro zugelegt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Die Belastung im Gewinnausweis entsteht aus einer Wandelanleihe von 2003, die mit Aktien des Triebwerksherstellers Rolls-Royce getilgt werden kann. Da die Rolls-Royce-Aktie zuletzt stark zugelegt hat, muss BMW dies im Ergebnis als Belastung verbuchen.

Operativ berichtete der Autobauer von weiter florierenden Geschäften. Der Umsatz legte im dritten Quartal um 10,5 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro zu. Der Absatz von Autos der Marken BMW, Rolls-Royce und Mini kletterte gegenüber dem Vorjahr um 15,4 Prozent auf 341 932.

„Unserer langfristig ausgerichteten Strategie entsprechend wächst das Unternehmen weiterhin dynamisch“, erklärte BMW-Chef Helmut Panke. Er kündigte an, BMW erwarte für 2005 ein Absatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich. Währungseffekte, hohe Rohstoffpreise und der starke Wettbewerb würden den Ertrag aber belasten. „Unter diesen Rahmenbedingungen strebt die BMW Group unverändert an, im Jahr 2005 das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres in etwa zu erreichen“, erklärte er.

Die Gewinnprognose von BMW bezieht sich in der Regel auf den Vorsteuergewinn, der im vergangenen Jahr 3,55 Milliarden Euro betragen hatte. In den ersten neun Monaten lag er aber um 12,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

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