Zahlen fürs dritte Quartal
Kodak macht 1 Milliarde Miese

Der US-Bildtechnikspezialist Eastman Kodak ist im dritten Quartal tief in die Verlustzone gerutscht. Das ließ den Vorstandschef jedoch kalt. Er frohlockte.

HB NEW YORK. Der Nettoverlust belief sich auf 1,029 Mrd. Dollar oder 3,58 Dollar je Aktie, teilte das Unternehmen am Mittwoch in New York mit. Rund 900 Mill. Dollar Verlust gehen laut Kodak allerdings auf nicht zahlungswirksame steuerliche Sonderfaktoren zurück, genauer unbare Wertberichtigungen auf gestundete Steuern. Im Vorjahreszeitraum hatte Kodak noch ein Plus von 460 Millionen Dollar ausgewiesen oder 1,6 Dollar je Aktie. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 3,553 Mrd. Dollar.

Für die Digitalsparte meldet der Konzern ein Umsatzplus von 47 Prozent auf 1,888 Mrd. Dollar. Der Gewinn des Bereichs erhöhte sich von 6 auf 10 Mill. Dollar. Kodak erwartet weiter, dass ein Großteil der Gesamterlöse dieser Sparte in den letzten vier Monaten des Jahres anfallen, vor allem im Weihnachtsgeschäft.

Der Konzern war mit dem Siegeszug der Digitalfotografie ins Schlingern geraten. Der Umsatz in der hochprofitablen Filmsparte brach ein. Kodak verkannte aber die Gefahr fürs Geschäft und stellte nicht schnell genug auf digitale Produkte um. Inzwischen ist der Konzern aus Rochester zwar Marktführer bei Digitalkameras in den USA, doch von Gewinnspannen von 50 Prozent wie bei den Kleinbildfilmen ist man dort meilenweit entfernt. Die permanente Weiterentwicklung der Technik verschlingt riesige Summen. Bis zu 25 ß000 Stellen fielen der Sanierung bis dato zum Opfer oder fallen noch weg. Das Filmwerk am Stammsitz Rochester soll gar ganz geschlossen werden.

Vorstandschef Antonio M. Perez zeigte sich in der Mitteilung zum dritten Quartal aber zufrieden mit der finanziellen Entwicklung des Unternehmens. Im laufenden vierten Quartal habe sich der Cash Flow erwartungsgemäß entwickelt, der Kassenbestand (Cash Balance) habe sich erhöht und die Verschuldung sei gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen.

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