Zahlen fürs dritte Quartal
LG Philips mit lachendem und weinendem Auge

Der zweitgrößte Flachbildschirm-Hersteller LG Philips hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient als erwartet. An den Verkäufen lag's nicht: die legten zu. Doch die Preise sind im Keller.

HB SEOUL. Der Gewinn sei in den drei Monaten bis Ende September um 22 Prozent auf 227 Milliarden Won (rund 181 Millionen Euro) geschrumpft, teilte der südkoreanische Konzern am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 260,4 Milliarden Won gerechnet. Die Erlöse stiegen allerdings dank einer hohen Nachfrage nach Bildschirmen für LCD-Fernseher und Laptops auf 2,74 Billionen Won nach 1,88 Billionen Won im Vorjahresquartal.

Auch im weiteren Jahresverlauf sowie für 2006 rechnet LG Philips vor allem wegen Aufträgen aus Europa und Japan mit steigenden Erlösen. „Die Nachfrage ist so hoch, dass wir in diesem Jahr wohl 20 Millionen Einheiten produzieren werden“, sagte der stellvertretende Verkaufschef, Duke Koo, auf einer Analystenkonferenz. Im kommenden Jahr könne der Umsatz sogar 50 bis 70 Prozent wachsen.

LG Philips litt wie seine Konkurrenten in erster Linie unter der Talfahrt der Preise für Bildschirme, die diese 2004 angetreten hatten. Inzwischen verzeichnet die Branche aber wieder eine Stabilisierung, so dass LG Philips im Vergleich zum zweiten Quartal dieses Jahres seinen Gewinn um das Fünffache steigern konnte. Analysten äußerten sich aber skeptisch darüber, ob die Erholung anhalten werde. Der Konzern teilte mit, er rechne bis Ende Dezember mit unveränderten oder wieder leicht gesunkenen Preisen.

Die Papiere des Konzerns, der ein Gemeinschaftsunternehmen von LG Electronics und dem niederländischen Elektonikkonzern Philips ist, gingen vor Veröffentlichung der Zahlen 0,44 Prozent niedriger aus dem Handel.

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