Zahlen fürs dritte Quartal
Mehr verdient dank Impotenz und Depression

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat im dritten Quartal dank gewachsener Nachfrage nach seinen Medikamenten gegen Depressionen und Impotenz mehr verdient als vor Jahresfrist. Der Gewinnausweis lag über den Erwartungen der Analysten.

HB NEW YORK. „Wie wir erwartet haben, bringt die zweite Hälfte von 2005 ein stärkeres Umsatz- und Ergebniswachstum“, kommentierte Konzernchef Sidney Taurel am Donnerstag den Zwischenbericht. Der Reingewinn des in Indianapolis ansässigen Unternehmens nahm auf 794 Millionen Dollar von 755 Millionen Dollar im gleichen Quartal des Vorjahres zu. Der Gewinn je Aktie stieg demnach um vier auf 73 Cent. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit zwei Cent weniger gerechnet.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen Gewinn je Aktie von 1,90 bis 1,96 Dollar je Aktie. Ohne hohe Aufwendungen für eine Produkthaftung aus dem zweiten Quartal stellte der Konzern einen Gewinn je Aktie von 2,80 bis 2,86 Dollar in Aussicht. Bei Analysten wird im Schnitt mit 2,82 Dollar gerechnet. Für das Schlussquartal peilt der Arzneimittelhersteller ein Ergebnis je Aktie von 73 bis 79 Cent an, Analysten erwarten im Schnitt 76 Cent.

Eli Lilly setzte im dritten Quartal mit weltweit 3,6 Milliarden Dollar zehn Prozent mehr um als noch vor Jahresfrist. Das Schizophrenie-Mittel Zyprexa des Konzerns kam auf Erlöse von 1,04 Milliarden Dollar, ein Plus von einem Prozent. Im vorangegangenen Quartal waren die Umsätze mit dem Medikament noch um zehn Prozent gesunken. In den USA gingen die Zyprexa-Umsätze im Berichtsquartal angesichts starker Konkurrenz und Sorgen um eine Gewichtszunahme durch das Mittel aber um zehn Prozent auf 503,9 Millionen Dollar zurück. Allerdings waren im zweiten Quartal die US-Umsätze noch um stärkere 21 Prozent gesunken.

Die Umsätze mit dem neuen Antidepressionsmittel Cymbalta nahmen im Vergleich zum zweiten Quartal um 13 Prozent auf 182,8 Millionen Dollar zu. Das Potenzmittel Cialis, das mit dem Bayer-Medikament Levitra und Viagra von Pfizer konkurriert, brachte es auf einen Umsatz von 195,1 Millionen Dollar. Das sind 27 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Umsatzeinbußen verzeichnete jedoch das Präparat Strattera gegen Aufmerksamkeitsstörungen, dass mittlerweile mit einem starken Warnhinweis auf das Risiko von Selbstmordgedanken bei Kindern und Jugendlichen versehen ist. Die Erlöse des Medikaments gingen um 14 Prozent auf 140,9 Millionen Dollar zurück.

An der Wall Street lag die Lilly-Aktie im Vormittagshandel mit 0,39 Prozent leicht im Minus bei 51,40 Dollar.

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