Zahlen fürs dritte Quartal
Schatten auf gutem VW-Ergebnis

Der harte Sparkurs von Europas größtem Autobauer zahlt sich aus. Nach neun Monaten hat der Volkswagen-Konzern operativ schon soviel verdient wie im gesamten Jahr 2004. Bei der Kernmarke VW sieht's aber weiterhin düster aus.

HB WOLFSBURG. Im dritten Quartal stieg das operative Ergebnis im Jahresvergleich um 49,6 % auf 586 Mill. €. In den ersten neun Monaten 2005 hat der Konzern damit fast 2,0 Mrd. € (plus 57,8 %) verdient. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Wolfsburg mit.

In den USA und China stiegen allerdings die Verluste, und auch die Markengruppe VW schrieb im dritten Quartal wieder rote Zahlen. VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch bekräftigte jedoch auf einer Analystenkonferenz das Ziel, die Traditionsmarke noch in diesem Jahr wieder in die Gewinnzone zu fahren. Der Konzernumsatz legte im abgelaufenen Vierteljahr um 12,6 % auf 23,86 Mrd. € zu. Weltweit lieferte der Konzern 1,3 Mill. Autos aus, sechs Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Das erreichte Ergebnisplus resultierte zu einem guten Teil aus dem strikten Kostensenkungsprogramm ForMotion, das Konzernchef Bernd Pischetsrieder dem Unternehmen verschrieben hat. Das Ergebnis belege, „dass erste Schritte zu einer grundlegenden Verbesserung der Leistungskraft gelungen sind“, betonte das Unternehmen am Donnerstag. Weitere „erhebliche Anstrengungen“ seien aber noch notwendig.

Von Januar bis September trug das ForMotion-Programm 2,6 Mrd. € zur Ergebnisverbesserung bei. „Daher werden wir das Ziel erreichen, im Jahr 2005 eine Leistungssteigerung von 3,1 Mrd. € zu generieren“, heißt es in dem Zwischenbericht des Konzerns.

Wie erwartet hätten sich aber die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verbessert. Die Lage auf den bedeutenden Automobilmärkten bleibe insgesamt schwierig, der Wettbewerbsdruck werde sich weiter verstärken. Das betreffe vor allem die Märkte in China und den USA. Auch bei den Kosten für Rohstoffe sieht VW vorerst keine Entspannung. „Darüber hinaus rechnen wir damit, dass der hohe Ölpreis und die dadurch auf Rekordniveau liegenden Kraftstoffpreise die Kaufbereitschaft der Automobilkunden weiterhin belasten werden“, hieß es.

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