Zahlen fürs dritte Quartal
Schwarz Pharma will kleines Plus erwirtschaften

Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma ist im dritten Quartal in die Miesen gerutscht, jedoch weit weniger als von Analysten erwartet. Grund waren hohe Sonderzahlungen. Im Gesamtjahr soll nun ein kleiner Gewinn anfallen.

HB FRANKFURT. Der Nettoverlust im dritten Quartal liege bei 50,5 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte Schwarz Pharma am Mittwoch mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem höheren Verlust von 58 Millionen Euro im Quartal gerechnet. Der Umsatz legte um 5,5 Prozent auf 233,6 Millionen Euro zu.

Die Sonderzahlungen stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb der vollständigen Rechte am Wirkstoff Rotigotin zur Behandlung von Parkinson von der US-Firma Aderis Pharmaceuticals.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nunmehr ohne die Sonderzahlungen einen Jahresüberschuss von 2 Millionen Euro. Bisher war von einem ausgeglichenen Ergebnis die Rede gewesen. Mit den Sonderzahlungen werde ein Verlust von 55 Millionen Euro erwartet. Beim Konzernumsatz werden nun 930 Millionen Euro statt bislang 900 Millionen Euro angepeilt. „Wir sind sehr erfreut über die anhaltend positive Geschäftsentwicklung auf breiter Basis“, kommentierte Firmenchef Patrick Schwarz-Schütte.

Für das Monheimer Unternehmen ist 2005 ein Übergangsjahr, in dem es sich mit hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen auf seine Medikamentenkandidaten konzentriert. „Alle Projekte sind plangemäß vorangekommen“, erklärte das Unternehmen.

Das Pflaster Neupro zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung ist bereits im Zulassungsverfahren. Für den Wirkstoff Fesoterodin zur Behandlung der Blasenüberaktivität würden gegenwärtig die Zulassungsunterlagen vorbereitet. Der Wirkstoff Lacosamid zur Behandlung von neuropathischem Schmerz und Epilepsie befindet sich bei beiden Anwendungen in der klinischen Phase III der Erprobung. Auch der Wirkstoff Rotigotin zur Behandlung des sogenannten Restless-Legs-Syndroms, einer neurologischen Erkrankung der Beine, ist ebenfalls in der letzten Phase der klinischen Entwicklung. Üblicherweise müssen Medikamentenkandidaten drei Phasen der klinischen Erprobung am Menaschen erfolgreich durchlaufen, bevor für sie ein Zulassungsantrag gestellt werden kann.

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