Zahlen fürs dritte Quartal
Syngenta legt abseits von Europa zu

Der Basler Agrarchemie-Conzern Syngenta hat im dritten Quartal 2005 dank eines starken Geschäfts auf dem amerikanischen und asiatischen Kontinent leicht zugelegt.

HB ZÜRICH. So stieg der um Devestitionen bereinigte Umsatz im Zeitraum von Juli bis Ende September um 2 Prozent auf 1,39 Mrd. Dollar, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Umsatz des Bereichs Pflanzenschutz blieb mit einem Zuwachs von 1 Prozent auf 1,16 Mrd. Dollar nahezu unverändert. Im Bereich Saatgut konnte der Umsatz um 6 Prozent auf 228 Millionen Dollar gesteigert werden. Die Analysten hatten im Schnitt mit etwas niedrigeren Zahlen gerechnet.

Syngenta bestätigte die Jahresprognose und erwartet weiterhin für 2005 und 2006 eine Steigerung des Gewinns je Aktie um jeweils über 15 Prozent.

Syngenta produziert Chemikalien, mit denen Landwirte Unkraut und Pilze auf ihren Feldern bekämpfen, und entwickelt und verkauft Saatgut.

Im Bereich Pflanzenschutz habe Syngenta nach eigenen Angaben im dritten Quartal den Umsatz mit neuen Produkten wie etwa dem Herbizid Callisto oder Actara, einem Insektizid, um knapp 40 Prozent steigern können. In diesem Bereich konkurriert Syngenta direkt mit der deutschen Bayer. In der Nafta-Region, die Kanada, die USA und Mexiko umfasst, sei das Pflanzenschutz-Umsatzwachstum mit 5 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück geblieben.

Entgegen den Annahmen von Analysten zeichnet Syngenta ein erfreuliches Bild von Brasilien, wo der frühe Saisonbeginn geholfen habe. Im Vorfeld des Quartalsausweises hatten Marktexperten die Befürchtung geäussert, dass der Anstieg des brasilianischen Reals zum Dollar um über 20 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten die Nachfrage massiv gedrückt haben könnte. Brasilien ist nach den USA der zweitgrösste Sojabohnen-Produzent der Welt und Syngentas wichtigster Markt auf der Südhalbkugel.

In der Region Südamerika stieg der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln damit um 4 Prozent. Die Region Asien-Pazifik habe vor allem dank bedeutender Beiträge Chinas, Indiens und Japans 8 Prozent mehr umgesetzt. Hingegen habe der Pflanzenschutzumsatz in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten wegen schleppender Geschäfte in Westeuropa um 7 Prozent nachgegeben.

Im Bereich Saatgut, den Syngenta im vergangenen Jahr mit mehreren Großakquisitionen verstärkt hatte, sei die Umsatzentwicklung erfreulich verlaufen. Die Gemüsesaatgut-Umsätze erholten sich nach dem späten Saisonbeginn in Europa und konnten den Rückgang bei den Blumenumsätzen wettmachen. Bei den Feldsaaten haben Mais und Soja von einer starken Performance in der Region Lateinamerika profitiert, wo Syngenta die Marktposition gefestigt habe.

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