Zahlen fürs dritte Quartal
Total setzt den Reigen der Milliardengewinne fort

Wie nicht anders zu erwarten war, hat der hohe Ölpreis auch den Quartalsgewinn des französischen Total-Konzerns in ungeahnte Höhen klettern lassen.

HB PARIS. Der Betriebsgewinn stieg von 4,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 6,3 Milliarden Euro und traf damit die Analystenprognosen. Der bereinigte Gewinn ohne Berücksichtigung von Einmalposten und Wertveränderungen der Lagerbestände habe 3,13 Milliarden Euro betragen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Analysten hatten hier im Schnitt mit etwas mehr gerechnet, nämlich 3,15 Milliarden Euro.

Die Ölkonzerne Exxon-Mobil, Royal Dutch Shell und BP haben ihre Quartalszahlen bereits vorgelegt und allesamt Rekordgewinne gemeldet. Sie verdienten teilweise so viel wie noch nie. Nach einer Schätzung der Analysten von Thomson Financial dürften die fünf größten Ölmultis – Exxon, Shell, BP, Chevron-Texaco und Total – in diesem Jahr zusammen einen Gewinn von knapp über 100 Mrd. Dollar erzielen – gut ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Die gesamte Branche profitiert von einer Reihe von Faktoren: Zum einen ist dies die vom Wirtschaftswachstum in Asien getriebene Nachfrage nach Öl, Gas und den daraus gefertigten Mineralölprodukten. Hinzu kommen die Engpässe in der gesamten Verarbeitungskette der Industrie, die vor allem die Margen im gewöhnlich stark zyklischen Raffineriegeschäft auf hohem Niveau halten. Die zusätzlichen Ausfälle von Anlagen nach den Wirbelstürmen in den USA hatten darauf noch eine verstärkende Wirkung.

Bei Total gab es allerdings einen Schönheitsfehler im Petrochemie-Geschäft: Die produzierte Menge an Kohlenwasserstoff fiel um 2 Prozent auf 2,428 Millionen Barrel pro Tag (1 Barrel = rund 159 Liter). Analysten hatten im Schnitt mit 2,44 Millionen Barrel pro Tag gerechnet. Der Rückgang der Menge sei aber eine Auswirkung des hohen Ölpreises, erläuterte Total. Dieser habe bei Feldern, bei denen die Förderung geteilt werde, zur Zuteilung kleinerer Mengen geführt. Ohne Berücksichtigung dieser Effekte sei die Fördermenge gestiegen.

An seinen langfristigen Produktionszielen für Kohlenwasserstoff hielt Total fest. Bis 2010 sollen die Produktionsmengen pro Jahr um etwa 3 bis 4 Prozent steigen.

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