Zahlen fürs dritte Quartal
WCM und Klöckner-Werke erwarten weniger

Die Beteiligungsgesellschaft WCM und ihre Maschinenbautochter Klöckner-Werke AG haben nach schlechten dritten Quartalen ihre Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr reduziert.

HB DÜSSELDORF. WCM erwartet nun für 2005 einen Konzernverlust im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich statt im einstelligen Millionenbereich. Das teilte WCM am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Konzern hatte sich in den vergangenen Monaten in Streitigkeiten um Schadenersatz mit der insolventen IG Farben und dem ehemaligen Geschäftspartner Rebon BV verglichen. Dies habe zu Mehraufwendungen im mittleren einstelligen Millionen-Bereich geführt, sagte ein Firmensprecher. 2004 hatte WCM noch einen Verlust von knapp 109 Millionen Euro verbucht.

WCM und Klöckner stellten für 2006 aber deutliche Ergebnisverbesserungen in Aussicht. Die Ergebnisse würden deutlich über denen der beiden Vorjahre liegen, hieß es. Dies werde zusätzlich durch den positiven Auftragseingang getragen.

Klöckner-Werke rutschte im dritten Quartal wegen Restrukturierungsaufwendungen in der Abfüll- und Verpackungstechnik (KHS) mit 4,8 Millionen Euro in die Verlustzone. Im Vorjahr war noch ein Plus von 5,3 Millionen Euro angefallen. Der Verlust sei nicht mehr auszugleichen, so dass im Gesamtjahr nun mit einem Vorsteuergewinn von 20 Millionen statt 30 Millionen Euro zu rechnen sei, teilte Klöckner mit. 2004 hatte die im Kleinwerteindex SDax notierte Gesellschaft einen Betriebsgewinn von 52 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal von 175 auf 197 Millionen Euro.

WCM teilte mit, im dritten Quartal sei der Verlust vor Steuern von 25,4 auf 18,7 Millionen Euro geschrumpft. Gleichzeitig kletterte der Umsatz von 204 auf 225 Millionen Euro.

WCM hält aktuell 78 Prozent an Klöckner. WCM hatte sich in den vergangenen Jahren mit mehreren Transaktionen verhoben und zeitweise Milliarden-Verluste verbucht. Ende 2004 kündigte WCM die Konzentration auf den Maschinenbau und die Fusion mit Klöckner an. Die ursprünglich in diesem Jahr geplante Fusion wird aber von einem Steuerstreit und Aktionärsklagen blockiert. Bis zu einer endgültigen Klärung könnten noch Jahre vergehen, hatte WCM-Chef Roland Flach zuletzt erklärt.

Die im Kleinwerteindex Sdax gelisteten WCM-Aktien notierten am Mittag mit 45 Cent knapp zehn Prozent im Plus. Die im gleichen Index gehandelten Klöckner-Aktien lage mit 9,90 rund ein Prozent im Minus.

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