Zahlen fürs erste Halbjahr
Bei WMF droht weiterer Stellenabbau

Trotz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besserer Halbjahreszahlen erwägt der schwäbische Besteck- und Gastronomiebedarf-Hersteller WMF einen weiteren Stellenabbau.

HB STUTTGART. Nach dem Auslaufen der Beschäftigungssicherung Anfang 2007 sei erneut ein Arbeitsplatzabbau möglich, sagte ein Sprecher am Montag in Geislingen an der Steige. Zum geplanten Umfang wollte er sich nicht äußern. Derzeit reduziert WMF seinen Personalbestand vor allem durch Nichtbesetzung freier Stellen und hat bis Ende Juni vorrangig im Inland 60 von rund 5300 Jobs gestrichen. Neue Produktionsanlagen und eine vollelektronische Logistik machten Arbeitsplätze überflüssig.

Im ersten Halbjahr leitete der Konzern unter anderem durch Werbeaktionen wie den Umtausch von altem in neues Besteck eine Trendwende ein. Der Umsatz stieg zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent auf 259,5 Millionen Euro. Der Verlust aus dem gewöhnlichen Geschäft sank durch Kosteneinsparungen von 5,6 auf 1,5 Millionen Euro. Unter dem Strich sank der Konzernverlust von 6,1 auf 2,1 Millionen Euro. WMF erzielt seinen Gewinn gewöhnlich im zweiten Halbjahr mit dem Weihnachtsgeschäft. Positiv schlugen sich im Umsatz Neuentwicklungen wie beschichtete Pfannen und Kaffeemaschinen für die Gastronomie nieder.

Für das Gesamtjahr bleibt WMF weiter vorsichtig. „Mit einer durchgreifenden Belebung der Konsumneigung ist nicht zu rechnen“, konstatierte das Unternehmen. Umsatz und Ergebnis sollen zulegen, konkrete Ziele nannte der 152 Jahre alte Traditionshersteller aber nicht. 2004 war der Überschuss von WMF auf 4,3 Millionen Euro gesunken, der Umsatz hatte um drei Prozent auf 561,6 Millionen Euro nachgegeben.

Neben der Steigerung der Produktivität strebt WMF auch eine deutliche Ausweitung seines Vertriebs an. Das eigene Filialnetz in Deutschland soll in den kommenden Jahren um ein Drittel auf 200 Einzelhandelsgeschäfte wachsen. Trotz der verhaltenen Nachfrage der Konsumenten rechne WMF mit guten Marktchancen in Regionen, wo das Unternehmen bisher nicht vertreten war, sagte der Sprecher. Im wachstumsstarken chinesischen Markt wurde im Sommer eine Vertriebsgesellschaft für Kunden aus der Gastronomie eröffnet.

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