Zahlen fürs erste Halbjahr
Boehringer Ingelheim verzigfacht Gewinn

Deutschlands umsatzstärkster Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat im ersten Halbjahr vor allem dank neuer Medikamente einen Gewinnsprung gemacht.

HB FRANKFURT. „Wenn die zweite Jahreshälfte auch so wird, sind wir sehr zufrieden“, erklärte Unternehmenschef Alessandro Banchi am Montag. Der Betriebsgewinn sei in den ersten sechs Monaten von 282 Millionen Euro im Jahr zuvor auf 768 Millionen Euro gestiegen. Der Umsatz sei dank der Erlöse aus dem Verkauf der neu auf den Markt gebrachten Präparate um 22 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro gewachsen.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem deutlich stärkeren Umsatzwachstum als 2004, als das Plus bei zehn Prozent lag. Der Konzern werde schneller wachsen als der Durchschnitt des Pharmamarktes.

Im vergangenen Jahr hatte der Traditionskonzern noch hohe Aufwendungen für die Markteinführung von Produkten wie dem neuen Atemwegsmedikament Spiriva verbucht. Das Mittel zur Behandlung von Raucherlunge ist einer Hoffnungsträger des Unternehmens und seit vergangenem Jahr auch in den USA und Kanada auf dem Markt. Im ersten Halbjahr setzte Boehringer mit Spiriva 412 Millionen Euro um. Das Mittel soll dieses Jahr die Blockbusterschwelle von einer Milliarde Dollar überschreiten.

Boehringer erzielt knapp 80 Prozent des Umsatzes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Das Unternehmen ist der weltweit größte Arzneimittelhersteller, der sich vollständig im Familienbesitz befindet.

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