Zahlen fürs erste Halbjahr im Pflanzenschutz
Schlechtes Wetter verhagelt BASF das Geschäft

Das schlechte Wetter hat dem weltgrößten Chemiekonzern BASF im ersten Halbjahr das Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln verdorben. Der Umsatz sank, der Betriebsgewinn stieg hingegen. Im Gesamtjahr soll es ähnlich aussehen.

HB LIMBURGERHOF. Im ersten Halbjahr ging der Umsatz der Pflanzenschutzsparte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,05 auf 2,00 Milliarden Euro zurück, teilte der Konzern am Dienstag in Limburgerhof bei Ludwigshafen mit. Die Gründe hierfür seien das Wetter und die Wechselkurse. Der Gewinn von Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im selben Zeitraum von 632 Millionen auf 679 Millionen Euro.

Wegen schlechten Wetters im ersten Halbjahr rechnet BASF für das Gesamtjahr mit einem sinkenden Weltmarktvolumen bei Pflanzenschutzmitteln. „Für uns in der BASF bedeutet das bei den derzeitigen Wechselkursen einen Umsatz leicht unter dem Niveau von 2004“, sagte der Leiter der BASF-Sparte, Hans Reiners. Im Finanzbericht 2004 war für 2005 noch ein Umsatz auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt worden. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen solle dabei leicht zulegen.

Vergangenes Jahr hatte BASF im Geschäft mit Mitteln zur Bekämpfung von Unkraut (Herbizide), von Insekten (Insektizide) und von Pilzen (Fungizide) 3,35 Milliarden Euro umgesetzt, ein Plus von 5,6 Prozent. Das Betriebsergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen hatte um fast 90 Prozent auf 556 Millionen Euro zugenommen

BASF will im Pflanzenschutz bis zum Jahr 2010 jedes Jahr organisch um 2 bis 3 Prozent stärker wachsen als der Gesamtmarkt. Dabei solle die Ebitda-Marge über 25 Prozent liegen, sagte Reiners. „Unter günstigen Bedingungen können es dann wie im letzten Jahr 28 Prozent oder wie in diesem Jahr sogar noch etwas mehr werden“, sagte Reiners. Der weltweite Markt für Pflanzenschutzmittel war in den vergangenen Jahren jeweils um 1 bis 2 Prozent gewachsen. Ein solches Marktwachstum erwartet BASF auch in den nächsten Jahren.

BASF hatte in den vergangenen Jahren seine Produktpalette im Pflanzenschutzbereich gestrafft und weniger profitable Geschäfte abgegeben. Vom Wettbewerber Bayer hatte der Konzern im Jahr 2003 das umsatzstarke Geschäft mit dem Insektizid Fipronil erworben. „Der Unternehmensbereich Pflanzenschutz steht in voller Blüte, er ist gesunder und kräftiger denn je“, sagte Reiners.

Gut ein Drittel des Umsatzes erwirtschafte BASF im Pflanzenschutz mit Produkten, die erst seit 2001 auf den Markt gekommen seien, sagte Reiners. Die gesamte Pipeline an neuen Produkten habe ein Spitzenumsatzpotenzial von 1,8 Milliarden Euro. Derzeit habe der Konzern sieben Pflanzenschutzwirkstoffe mit zusammen 1,1 Milliarden Euro Spitzenumsatzpotenzial in der Phase der Markteinführung. Sechs neue Wirkstoffe seien in der Entwicklung.

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