Zahlen fürs erste Halbjahr
Kleine Motoren treiben Deutz an

Der Kölner Motorenbauer Deutz hat im ersten Halbjahr dank eines starken US-Geschäfts zugelegt. Der Konzern hat seine Schulden deutlich reduziert und stellt seinen Aktionären nach bald 20 Jahren Pause wieder eine Dividende in Aussicht.

HB DÜSSELDORF. Bei einem Umsatzplus um zehn Prozent auf 623,0 Millionen Euro sei der operative Gewinn (Ebit) bereinigt um den Beitrag des verkauften Marine-Servicegeschäftes um 19 Prozent auf 19,5 Millionen Euro gestiegen, teilte der im Kleinwertesegment SDax notierte Konzern am Donnerstag mit.

Den größten Umsatzzuwachs habe Deutz mit Mittel- und Großmotoren erzielt. „Die im letzten Jahr eingeleitete Neuausrichtung dieses Geschäftes schreitet schneller und besser voran als erwartet“, hieß es. Der Auftragseingang legte um drei Prozent auf 704,2 Millionen Euro zu. Der Absatz wurde gleichzeitig um zehn Prozent auf 96 510 Motoren gesteigert. Ausschlaggebend für diesen deutlichen Anstieg sei das weiterhin starke US-Geschäft mit Kompaktmotoren gewesen.

Unter dem Strich erzielte Deutz in den ersten sechs Monaten einen Gewinn von 60,7 Millionen Euro, der wesentlich aus dem Verkaufserlös des Marine-Geschäftes resultierte. Vor Jahresfrist hatte der Konzern noch einen Verlust von 32,2 Millionen Euro verbucht.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Vorstandschef Gordon Riske, trotz der Veräußerung des Marine-Servicegeschäftes einen Umsatz auf Vorjahreshöhe von rund 1,2 Milliarden Euro anzustreben. Beim Ebit erwarte er aber, die Rohstoffverteuerung nicht vollständig kompensieren zu können. Inklusive seines Marine-Servicegeschäfts hatte Deutz im vergangenen Jahr 50 Millionen Euro im operativen Geschäft verdient.

Deutz reduzierte in den vergangenen fünf Jahren seine Bankverbindlichkeiten um über 270 Millionen Euro, in den vergangenen zwölf Monaten allein um 172 Millionen Euro. Den derzeitigen Schuldenstand bezifferte Riske mit 58,8 Millionen Euro. „Eine Eigenkapitalquote von über 22 Prozent hat es seit 1984 nicht mehr gegeben“, erklärte der Vorstandschef. „Damit treten wir in eine neue Ära und werden Deutz nachhaltig in die Dividendenfähigkeit zurückführen“. Bereits in der Vergangenheit hatte Riske angekündigt, die Dividendenzahlung werde nicht vor 2008 wieder aufgenommen. Zuletzt hatten die Aktionäre 1986 je Aktie 4,50 DM erhalten.

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