Zahlen fürs erste Halbjahr
Peugeot Citroen wird ausgebremst

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen ist im ersten Halbjahr nicht so gut gefahren. Zwar verkaufte das Unternehmen mehr Autos, doch verdient hat es weniger.

HB PARIS. Europas zweitgrößter Autohersteller hat im ersten Halbjahr unter anderem wegen höherer Rohstoffpreise einen Gewinnrückgang verzeichnet. An seinen Erwartungen für das Gesamtjahr hielt der Konzern aber fest. Die Umsätze legten den am Dienstag vorgelegten Zahlen zufolge im zweiten Quartal wieder zu und dürften in der zweiten Jahreshälfte dank der neuen Modelle weiter steigen. „Dennoch bedeutet das lustlose Wachstum in Europas Volkswirtschaften, dass wir bei den regionalen Automärkten wahrscheinlich keinen bedeutenden Aufschwung sehen werden“, teilte PSA mit. Der Konzern setze seine Hoffnung vor allem auf einen höheren Absatz außerhalb Europas.

PSA bezifferte seinen anteiligen Reingewinn für die erste Jahreshälfte auf 681 Mill. €, nach 858 Mill. € vor Jahresfrist. Analysten hatten im Schnitt mit 781 Mill. € gerechnet, wobei die Prognosen zwischen 610 und 869 Mill. € gelegen hatten. Der operative Gewinn sackte auf 1,181 von 1,277 Mrd. € ab und lag ebenfalls unter den durchschnittlichen Erwartungen an den Finanzmärkten. Analysten zeigten sich allerdings erleichtert darüber, dass der Autohersteller seine Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigte.

Ursache für den Rückgang waren den Angaben zufolge höhere Rohmaterialkosten und ungünstige Absatz-Entwicklungen. Dies konnte auch nicht wettgemacht werden durch die Markteinführung neuer Modelle - Peugeot 407, 1007 und 107 sowie and Citroen C4 und C1 -, die bereits ein Viertel der Umsätze im Europageschäft ausmachen. Seine Umsatzrendite nannte PSA mit 4,1 nach 4,5 %. Damit blieb das Unternehmen im Rahmen seiner Prognosespanne von 4,0 bis 4,5 % in diesem Jahr.

Teurere Rohstoffe - vor allem Stahl - werden den operativen Jahresgewinn von PSA belasten. Die Belastungen würden wohl am oberen Ende der zuvor bekannt gegebenen Spanne zwischen 250 und 300 Mill. € liegen. „Es ist eindeutig zu früh, irgendwelche Vorhersagen über den Einfluss zu machen, aber sicher wird es im nächsten Jahr weiteren Einfluss der Rohstoffe geben, weil wir nicht erwarten, dass wir die selben Preise wie vorher haben werden“, sagte PSA-Chef Jean-Martin Folz.

„Das wichtigste ist, dass PSA keine Gewinnwarnung abgegeben hat“, erklärten die Analysten von Morgan Stanley mit Blick auf die Zahlen. Für das zweite Halbjahr erwarten die Analysten von CFSB anziehende Umsätze. Auch für die Aktien bestehe etwas Aufwärtspotenzial.

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