Zahlen fürs erste Halbjahr
Renault hält sich mit japanischer Hilfe oben

Nur Renaults japanische Tochter Nissan hat den französischen Autokonzern im ersten Halbjahr vor einem Rückgang beim Reingewinn bewahrt.

HB PARIS. Der operative Gewinn war in den ersten sechs Monaten von 1,11 Milliarden Euro im Vorjahr auf 943 Millionen Euro gesunken. Der Reingewinn steigerte sich jedoch von 1,45 auf 2,21 Milliarden Euro. Der Umsatz des Renault-Konzerns kletterte von Januar bis Juni dank eines stärkeren Absatzes vor allem außerhalb des Heimatmarktes um 3,8 Prozent auf 21,324 Milliarden Euro. Das teilte der Konzern am Mittwoch in Paris mit.

Der Sprung beim Reingewinn war vom Markt bereits erwartet worden, da Renault einmal mehr von seinem japanischen Partner Nissan profitierte, an dem die Franzosen 44 Prozent halten. Zugute kam Renault dabei ein außerordentlicher Gewinn von 450 Millionen Euro, da Nissan den Transfer von Pensionsleistungen an die japanische Regierung abgeschlossen hat.

Im reinen Autogeschäft brach der operative Gewinn für Renault im ersten Halbjahr allerdings bei steigenden Umsätzen um fast ein Viertel ein. Das operative Ergebnis rutschte um 23,4 Prozent von 884 auf 677 Millionen Euro. Dabei setzte der Konzern 20,374 Milliarden Euro um, währungsbereinigt 4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Für das Gesamtjahr erwartet Renault Belastungen durch die hohen Rohstoffpreise am oberen Ende der bereits angekündigten Spanne von 150 bis 200 Millionen Euro. Dennoch bekräftigte die Gesellschaft ihren Ausblick, wonach Renault mit einer operativen Gewinnmarge von mehr als vier Prozent rechnet. Im ersten Halbjahr war die operative Gewinnmarge auf 4,4 von 5,4 Prozent im Vorjahr zurückgegangen.

Renault teilte weiter mit, den Start des neuen Twingo auf das Jahr 2007 zu verschieben, da noch Feinabstimmungen notwendig seien. Der neue Clio komme aber noch im laufenden Jahr auf den Markt. Im ersten Halbjahr hatte Renault dank eines starken Wachstums außerhalb Europas ein Absatzplus von 3,6 Prozent verzeichnet. Auf den wichtigen Märkten Westeuropas war die Nachfrage nach den teilweise veralteten Modellreihen hingegen schwach geblieben.

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