Zahlen fürs erste Quartal 2005
Pumas Plus stellt Analysten nicht zufrieden

Der Sportartikelhersteller Puma hat den Gewinn im ersten Quartal 2005 gesteigert, die höher gesteckten Analystenerwartungen aber verfehlt. In Europa lahmt das Geschäft.

HB MÜNCHEN. Der Überschuss von Januar bis März habe 91 Millionen Euro betragen nach 80 Millionen Euro ein Jahr zuvor, teilte das fränkische Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit. Analysten hatten im Schnitt mit 94 Millionen Euro gerechnet. Mit 497 Millionen Euro setzte Puma binnen Jahresfrist in Euro 11,9 Prozent, währungsbereinigt fast 14 Prozent mehr um. Analysten hatten mit 490 Millionen Euro gerechnet.

Für 2005 geht der im MDax gelistete Sportartikelhersteller weiter von einer Umsatz- und Gewinnsteigerung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich aus. Puma-Chef Jochen Zeitz hatte bereits darauf hingewiesen, dass die Wachstumsraten der vergangenen Jahre nicht auf Dauer zu realisieren seien.

Für das Gesamtjahr zeigte er sich nach dem ersten Quartal weiter optimistisch. „Damit ist eine wichtige Basis für ein erneutes Rekordjahr in 2005 sowie eine starke finanzielle Grundlage für den Einstieg in die neue Phase IV der Unternehmensentwicklung in 2006 geschaffen“, sagte er.

Die neue Entwicklungsphase des Unternehmens, die von 2006 bis 2010 dauern soll, soll bereits im nächsten Jahr und damit ein Jahr früher als zunächst geplant eingeläutet werden. Details hierzu will Puma mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen Ende Juli bekannt geben.

Nach Zeitz Angaben lagen die Auftragseingänge am 31. März zwar währungsbereinigt über alle Regionen um 6,2 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal. Auf dem wichtigen europäischen Markt habe Puma im ersten Quartal aber einen Rückgang von 5,5 Prozent verkraften müssen. Zeitz führt dies unter anderem auf die unveränderte starke Konsumzurückhaltung vor allem der deutschen Verbraucher und das insgesamt schwierige wirtschaftliche Umfeld zurück. „Auch fehlt es in Europa in diesem Jahr an einem sportlichen Großereignis“, fügte er hinzu.

Bei der wichtigen Umsatzsäule, dem Segment Schuhe, legte der Sportartikler währungsbereinigt um 12,1 Prozent auf 338 Millionen Euro zu. Mit Textilien setzte das Unternehmen im ersten Quartal 124 Millionen Euro um (plus 12,4 Prozent). Regional entwickelt sich der Markt in Afrika/Mittlerer Osten mit einem Zuwachs von 59,4 Prozent auf 20 Millionen Euro am dynamischsten, gefolgt vom amerikanischen mit einem Umsatzplus von 37,7 Prozent auf 94 Millionen Euro. Der Europa-Umsatz kletterte um 7,8 Prozent auf 338 Millionen Euro.

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