Zahlen fürs erste Quartal sind bestens
BASF kann sich vor Aufträgen nicht retten

Dank eines florierenden Öl- und Gasgeschäfts sowie guten Verkäufen bei anderen Chemikalien und Kunststoffen hat BASF operativ deutlich mehr verdient als erwartet.

HB MANNHEIM. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - erhöhte sich im ersten Jahresviertel um 33 % auf 1,56 Mrd. Euro, teilte BASF am Donnerstag vor Beginn der Hauptversammlung in Mannheim mit. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 1,462 Mrd. Euro gerechnet.

Der Konzernumsatz nahm um 11,4 % auf 10,08 Mrd. Euro zu. "Die Nachfrage nach unseren Produkten liegt weiterhin auf hohem Niveau", erklärte BASF-Chef Jürgen Hambrecht. Den Quartalsüberschuss gab der Ludwigshafener Traditionskonzern mit 861 Mill. Euro an, ein Plus von 65,6 %.

Für das Gesamtjahr 2005 stellte BASF wie bisher einen Umsatzanstieg in Aussicht. Beim Ebit vor Sondereinflüssen wolle der Konzern an den Vorjahreswert anknüpfen und ihn wenn möglich übertreffen, hieß es. "Den sehr hohen und teilweise weiter steigenden Rohstoffkosten versuchen wir durch Preiserhöhungen zu begegnen", erklärte Hambrecht. Der Konzern wolle außerdem seine Restrukturierungsmaßnahmen fortsetzen.

BASF profitierte im Quartal nicht nur von starken Geschäften der Chemikalien- und Kunststoff-Bereiche. Auch die Öl- und Gassparte trug mit 484 Mill. Euro wieder deutlich zum Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen bei. Hier profitierte BASF vom hohen Ölpreis, der im Vergleich zum Vorjahresquartal kräftig gestiegen war. Die höchsten prozentualen Zuwächse beim Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen verzeichneten die Bereiche Kunststoffe mit 74 % sowie Chemikalien mit 70 %.

Beim Kunststoff-Joint-Venture Basell, das BASF zusammen mit Shell führt, streben die Ludwigshafener inzwischen einen Verkauf an. Zwischenzeitlich hatte der Konzern einen Börsengang des Herstellers der Kunststoffe Polypropylen und Polyolefin erwogen. Hambrecht sagte, die Verhandlungen seien allerdings noch nicht abgeschlossen. Als favorisierter Bieter gilt die iranische National Petrochemical Company.

Am Freitag wird der Chemie-Konkurrent Bayer seine Hauptversammlung abhalten. Die Leverkusener wollen zwar erst am 10. Mai ihren Quartalsbericht veröffentlichen. Analysten erwarten aber, dass das Bayer-Management bereits erste Aussagen zum Geschäftsverlauf im Auftaktquartal machen wird.

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