Zahlen fürs zweite Quartal
Opels Comeback rettet GM nicht

Der weltgrößte Autohersteller General Motors (GM) hat das zweite Quartal mit einem deutlichen Verlust abgeschlossen. Vor allem in den USA fiel ein dickes Minus an. Aus Deutschland kamen die einzigen positiven Nachrichten.

HB DETROIT/RÜSSELSHEIM. GM erzielte im zweiten Quartal 2005 mit seiner europäischen Hauptmarke Opel zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder ein positives Ergebnis. 37 Millionen Dollar erwirtschafteten die Opelaner. Die Kosten für den Umbau des Unternehmens blieben dabei aber ausgeklammert, wie GM am Mittwoch in Detroit berichtete. Im Vorjahresquartal hatte unter dem Strich ein Minus von 45 Millionen Dollar gestanden.

Trotz der Sanierungsfortschritte rechnet GM für das Gesamtjahr 2005 weiterhin mit einem operativen Verlust von 500 Millionen Dollar in Europa. „Das Geschäft bleibt schwierig wegen der hohen Rabatte und des harten Verdrängungswettbewerbs“, sagte ein GM-Sprecher in Zürich. Auch der Opel-Betriebsrat warnte vor Euphorie. „Man darf das Ergebnis eines Quartals nicht überbewerten. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Zumindest sei die Marke Opel aber wieder rentabel.

Seit Jahren waren in Europa mit den Marken Opel, dem britischen Pendant Vauxhall und der schwedischen Tochter Saab Verluste aufgelaufen. Mit einem Umsatzanteil von 80 Prozent ist Opel die größte europäische GM-Tochter ist.

Beim Absatz ist Opel nach GM-Angaben im ersten Halbjahr auf dem wichtigsten Markt in Deutschland vorangekommen und hat mit 190 000 Wagen fünf Prozent mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Der Marktanteil der Marke mit dem Blitz stieg laut GM von 10,1 auf 10,3 Prozent. Verkaufsschlager war der Kompaktwagen und Golf-Konkurrent Astra. Mit dem neuen Kompakt-Van Zafira will Opel diesen Trend fortsetzen und peilt 11 Prozent Marktanteil bis Jahresende an.

Das im März beschlossene Sanierungskonzept zur Rettung der Opel- Standorte Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern sieht den Abbau von 9000 der ehemals 32 000 Stellen bis 2007 vor sowie Nullrunden und Lohneinbußen für die Mitarbeiter. Das Paket soll jährlich 500 Millionen Euro einsparen.

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