Zahlen fürs zweite Quartal
Schwarz Pharma erwartet höheren Umsatz

Schwarz Pharma hat im zweiten Quartal ein kleines Plus erwirtschaftet. Weil sich das Geschäft besonders in den USA gut entwickelt hat, hat der Arzneimittelhersteller seine Umsatzprognose für dieses Jahr angehoben.

HB FRANKFURT. „Schwarz Pharma zeigt eine über unseren Erwartungen liegende Umsatzentwicklung“, erklärte Konzernchef Patrick Schwarz-Schütte am Dienstag. Daher werde das Umsatzziel für dieses Jahr von 850 auf 900 Millionen Euro angehoben. Seinen Gewinnausblick bestätigte der Konzern. Wegen der Übernahme der vollständigen Rechte an dem Wirkstoff Rotigotin rechnen die Monheimer weiter mit einem Nettoverlust von bis zu 58 Millionen Euro in diesem Jahr.

Im zweiten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettogewinn von einer Million Euro nach einem Verlust von 2,9 Millionen Euro vor einem Jahr. Damit erreichte der Konzern punktgenau die Schätzungen von Analysten. Der Konzernumsatz sank um 5,2 Prozent auf 250,5 Millionen Euro. Damit übertraf Schwarz Pharma die Analystenerwartungen, die im Schnitt bei 235,9 Millionen Euro lagen.

Wie 2004 wertet Schwarz Pharma auch 2005 als Übergangsjahr, in dem sich das Unternehmen mit hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf seine eigene Produkt-Pipeline konzentriert. Das unter dem Markennamen „Neupro“ bekannte Parkinson-Pflaster solle möglicherweise bereits Anfang 2006 auf den Markt kommen, hatte Forschungsvorstand Iris Löw-Friedrich im Mai geschätzt. Neupro ist einer der größten Hoffnungsträger mit erwarteten Umsätzen von rund 350 Millionen Euro im Jahr.

Mit dem Wirkstoff Lacosamid zur Behandlung von neuropathischem Schmerz und Epilepsie sowie Fesoterodin zur Therapie von Blasen-Überaktivität hat das Unternehmen zudem mehrere Projekte in die späte klinische Entwicklungsphase III gebracht. Schwarz testet außerdem das Wirkstoffpflaster Rotigotin in der Phase III zur Behandlung des so genannten Restless Legs Syndroms.

Damit hat das Unternehmen drei Projekte in der letzten Entwicklungsstufe. Phase-III-Studien sind üblicherweise die letzte Stufe der Überprüfung eines Arzneimittelkandidaten am Menschen vor einem Zulassungsantrag.

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