Zahlen fürs zweite Quartal
Verhütungspillen füllen Schering die Kasse

Der Berliner Pharmakonzern Schering macht derzeit mit seinen Verhütungsmitteln das große Geschäft. Entsprechend gut fielen die Zahlen im zweiten Quartal aus. Die Analysten waren positiv überrascht. Schering hob seine Prognose fürs Gesamtjahr an.

HB FRANKFURT. Das Betriebsergebnis habe 236 Millionen Euro betragen und sei damit um 17 Prozent zum Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte Schering am Freitag in Berlin mit. Analysten hatten im Schnitt nur 222 Millionen Euro erwartet. Profitiert hat der Pharmakonzern dabei erneut von der Anti-Baby-Pille Yasmin, deren Umsatz im ersten Halbjahr um 34 Prozent kletterte.

Aber auch das immer noch wichtigste Präparat von Schering, das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon, konnte stärker als zuletzt zulegen. Schering erwartet für das Gesamtjahr nun ein hohes prozentual einstelliges Umsatzplus für das Medikament, bisher war nur von einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich ausgegangen worden.

Der Konzern präzisierte seine Ergebnisprognose: 2005 werde eine operative Marge zwischen 16,5 und 17 Prozent erwartet, hieß es. Bisher hatte Schering nur von „mehr als 16 Prozent“ gesprochen. Damit würde der Gewinn stärker steigen als der Umsatz. Schering bekräftigte seine Erwartung eines Umsatzwachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich, Währungseffekte herausgerechnet. Bis 2006 soll die Rendite auf 18 Prozent steigen. Dafür hat der Konzern ein umfangreiches Spar- und Effizienzprogramm aufgelegt, das auch den Abbau von 2000 Stellen sowie den Verzicht auf die Hälfte seiner Werke vorsieht.

Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um acht Prozent auf 1,34 Milliarden Euro, was ebenfalls mehr als erwartet war. Der Nettogewinn betrug 176 Millionen Euro. Der Verkauf einer Unternehmensbeteiligung trieb das Ergebnis um 34 Prozent nach oben.

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