Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar angekündigt
Yukos will Teil der Steuerschulden zahlen

Der russische Ölkonzern Yukos will noch im Juli einen Teil seiner Steuerschulden begleichen. Geredet wird von einer Zahlung in Höhe von bis zu 1,3 Milliarden Dollar.

HB MOSKAU. Die Summe sei ein Teil der insgesamt 3,4 Mrd. Dollar, die Yukos für das Jahr 2000 an Steuern nachzahlen müsse, teilte die Firma am Mittwoch mit. Sollte der Konzern wieder Zugang zu seinen eingefrorenen Konten erhalten, sei er zu weiteren Zahlungen in der Lage. Die vom Staat geforderten Steuerzahlungen für die Jahre 2000 und 2001 belaufen sich auf sieben Mrd. Dollar. Eine erste Frist war vor einer Woche verstrichen. Seither haben Zwangsvollstrecker mehrere Yukos-Büros nach Vermögenswerten durchsucht. Die Aktien hatten kräftig nachgegeben.

Yukos hat in den vergangenen Wochen mehrfach betont, dem Unternehmen drohe wegen der Steuerforderungen der Konkurs, da die Konten wegen der Betrugs-Ermittlungen der Behörden eingefroren sind. Analysten schätzen, dass die Steuerforderungen nach Prüfung der Bücher für 2002 und 2003 auf mehr als zehn Mrd. Dollar wachsen könnten. Yukos stellt etwa ein Fünftel der russischen Ölexporte und beschäftigt mehr als 100 000 Mitarbeiter. Das harte Vorgehen gegen Yukos und seinen ehemaligen Chef und Großaktionär Michail Chodorkowski wird von vielen als Reaktion der Führung um Präsident Wladimir Putin auf mögliche politische Ambitionen Chodorkowskis gesehen.

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