Zechenplanung
RAG informiert Kumpel über Schließungen

Tausende Bergleute sind am Dienstag in Betriebsversammlungen über die Schließungsbeschlüsse des Zechenbetreibers RAG informiert worden. Der Aufsichtsrat der RAG AG hatte am Montagabend die Zechenplanung bis Ende 2012 vorgestellt.

HB HAMM/KAMP-LINTFORT/ENSDORF. Danach wird der Steinkohle-Bergbau seine Produktion von zuletzt 21 Mill. Tonnen auf zwölf Mill. Tonnen herunterfahren. Die Zahl der Beschäftigten soll um die Hälfte auf 15 000 sinken.

Zunächst betroffen sind die Zechen Bergwerk Ost in Hamm und das Bergwerk Saar im saarländischen Ensdorf. Während das Saarbergwerk Mitte 2012 schließen wird und bis dahin deutlich weniger Kohle fördert als noch 2007, wird die Kokskohlezeche Bergwerk Ost neun Monate länger als ursprünglich geplant fördern und im Herbst 2010 schließen. Auch im Saarland sollten am Dienstag die Bergleute informiert werden.

Die Kumpel in Hamm im Bergwerk West und in Kamp-Lintfort am Rhein wurden am Dienstagmorgen im Detail über die Vorhaben unterrichtet. Im Bergwerk West soll die Förderung den Plänen des RAG-Vorstandes nach zum Jahreswechsel 2012/2013 eingestellt werden. Hierüber hat der Aufsichtsrat aber noch keine Entscheidung getroffen und die Pläne nur zur Kenntnis genommen. Bereits 2010/2011 soll aber schon die in der Bevölkerung umstrittene Förderung unter dem Kamp-Lintforter Stadtteil Rheinberg/Annaberg beendet werden. Bereits beschlossen war das Förderende in den Ruhrgebietszechen Walsum (Duisburg) zum 1. Juli 2008 und Lippe (Gelsenkirchen) zum 1. Januar 2009.

Bis Mitte 2012 will die Politik noch darüber entscheiden, ob es beim endgültigen Ausstieg aus dem subventionierten Steinkohlebergbau im Jahr 2018 bleibt, oder es zu einem langfristigen Sockelbergbau bei Erhalt von drei oder vier Zechen bleibt. Noch keine Entscheidungen wurden zu den drei Zechen Ibbenbüren, Auguste Victoria in Marl und Prosper Haniel in Bottrop gefällt.

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